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ORF-Stiftungsrat: Ergebnis des
1. Quartals 2011 über Plan

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Unternehmen ist in allen Bereichen auf Kurs"

In der Plenarsitzung des ORF-Stiftungsrates unter dem Vorsitz von Brigitte Kulovits-Rupp am Donnerstag, dem 12. Mai 2011, informierte ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz über das Finanzergebnis im ersten Quartal 2011 und präsentierte dem Gremium einen Überblick über die derzeitige Lage des Unternehmens und die kommenden Programminitiativen.

"Die ersten drei Monate dieses Jahres waren von besonderen Herausforderungen geprägt: Die Atom-Katastrophe in Japan, die politischen Umwälzungen in Nordafrika und im Nahen Osten haben unsere Redaktionen vor erhebliche Herausforderungen gestellt, die auch an den Budgets nicht vorübergegangen sind. Dennoch ist es uns gelungen, das Unternehmen auf Kurs zu halten", sagte Wrabetz. "Die Werbeerlöse liegen auch im ersten Quartal wieder über Plan (+1,3 Mio. Euro), die Gebührensituation gestaltet sich stabil. Die höheren Aufwendungen für unsere Sonderproduktionen konnten aufgefangen werden, sodass wir im 1. Quartal die Plan-EGTs im ORF um 0,5 Mio. Euro und im Konzern um 1,7 Mio. Euro überschreiten konnten", so der ORF-Generaldirektor, der für das Gesamtjahr 2011 "ein um 300.000 Euro besseres Ergebnis als geplant" erwartet, "im Konzern sogar um 4,1 Mio. Euro besser. Der ORF ist damit in allen Bereichen auf gutem Weg!"

ORF im ersten Quartal leicht über geplantem Ergebnis

"Die wirtschaftliche Entwicklung ist erfreulich, der ORF liegt im ersten Quartal 2011 leicht über dem geplanten Ergebnis", berichtete Mag. Richard Grasl, der Kaufmännische Direktor des ORF. "Die Werbeeinnahmen betragen in den ersten drei Monaten 51,6 Millionen Euro und liegen damit um 1,3 Millionen Euro über Plan. Die Erlöse aus Programmentgelten inkl. anteilige Refundierung liegen mit 146,0 Millionen Euro um 0,2 Millionen Euro über dem Planwert. Wir sind auf gutem Kurs", so Grasl.

Der Personalstand beim ständigen Personal konnte im ersten Quartal um 46 Vollzeitäquivalente gegenüber dem Plan 2011 und um 71 VZÄ gegenüber 2010 unterschritten werden. Der Personalaufwand beträgt 84,5 Millionen Euro.

Reichweitenzuwächse auch im April

"Nach den Reichweiten-Erfolgen der ersten drei Monate erreichten wir mit unseren Fernseh-Programmen im April 2011 mit durchschnittlich 3,614 Millionen Seherinnen und Sehern die höchste April-Tagesreichweite seit 2008", informierte Wrabetz. "Mit 76 Prozent Marktanteil besetzen die ORF-Radios in Europa Platz eins. Mit 50,5 Millionen Visits liegt das ORF.at-Network an erster Stelle und weit vor der Konkurrenz. 208.000 Live-Stream-Abrufe auf der ORF-TVthek bei der Traumhochzeit von William & Kate sind neuer Einzelereignis-Rekord."

Erfolg im Fernsehen mit Information, Magazinen und Live-Events

"Ungebrochen groß war das Interesse im April an ORF-Informationsformaten, Servicesendungen sowie Magazinen", resümierte Wrabetz. "Aber auch große Live-Events waren Publikumsmagneten: ‚Dancing Stars' wird vom Publikum mit insgesamt rund 4 Millionen Seherinnen und Sehern sehr gut genutzt. Unsere zahlreichen Programme inkl. der Live-Übertragung der Vermählung von Prinz William und Kate Middleton erreichten im ORF insgesamt 2,9 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Und die als ‚Nacht der Diven' gefeierte Übertragung des Opern-Events ‚Anna Bolena' ist die erfolgreichste von 14 Opernübertragungen, die der ORF seit Mitte März 2007 präsentiert hat", so Wrabetz.

Vertrauen in ORF-Journalisten

"Dass die Österreicherinnen und Österreicher nicht nur bei dramatischen Ereignissen wie jenen in Japan und in der arabischen Welt, sondern auch angesichts der politischen und wirtschaftlichen Geschehnisse in der Europäischen Union und Österreich insbesondere den ORF-Journalistinnen und -Journalisten vertrauen, davon zeugen nicht nur der stabile Publikumszuspruch, sondern auch verschiedenste Auszeichnungen, mit denen zahlreiche ORF-Journalistinnen und -Journalisten von den unterschiedlichsten Organisationen in den vergangenen Wochen prämiert wurden", so Wrabetz.

So erhielten bzw. erhalten etwa "Club 2"- und FM4-Moderatorin Elisabeth Scharang den Axel-Corti-Preis und Peter Resetarits ("Bürgeranwalt") sowie Kairo-Korrespondent Karim El-Gawhary den Concordia-Publizistikpreis. Der Robert-Hochner-Preis geht an Klaus Webhofer ("Im Klartext"), der Prof. Claus Gatterer-Preis an Zoran Dobric ("Thema").

Öffentlich-rechtliche Kernkompetenz

"Durch die Öffnung unseres TV-Archivs für die Wissenschaft am Institut für Zeitgeschichte, mit dem nationalen Chor-Wettbewerb ‚Österreich singt' oder dem Ö1-Talentebörse-Kompositionspreis beweisen wir off- und on-air öffentlich-rechtliche Kernkompetenz", sagte ORF-Generaldirektor Wrabetz. Am Schirm selbst warte beispielsweise "Universum" mit hochkarätigen Highlights auf, "Menschen & Mächte" werde den Zeitgeschichte-Schwerpunkt zum Zweiten Weltkrieg mit dem Focus Kriegsgefangenschaft fortsetzen, so der ORF-Chef. Auch Unterhaltungsformate wie der Eurovision Song Contest seien vor allem durch die fruchtbare Zusammenarbeit mit den öffentlich-rechtlichen Sendern der European Broadcasting Union EBU ein Qualitätsnachweis. Schließlich berichtete Wrabetz über das Projekt "Früh-Information": "Für die Österreicherinnen und Österreicher soll der ORF weiterhin das Informationsmedium schlechthin sein. Daher prüfen wir derzeit auch die Einführung einer Frühinfo-Sendung im Fernsehen."

 

 
 
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