Die promovierte Historikerin Regina Strassegger begann im März 1989 im ORF-Auslandsreport ihre TV-Karriere. Hans Benedict setzte die einstige Entwicklungshelferin mit Spezialkenntnissen über das südliche Afrika als Reporterin in den südafrikanischen Townships ein. Der Name Strassegger stand bald für engagierten Journalismus. Im Februar 1990 gelang es der Zeithistorikerin, ein Exklusivinterview mit Nelson Mandela, eine Woche nach dessen Freilassung, zu führen.
Von den dramatischen Ereignissen in Osteuropa berichtete Regina Strassegger aus der einstigen DDR, wobei sie früh ihr Augenmerk auf den Konnex Staats-Bankrott/Sinnkrise/Rechtsradikalismus richtete. Die Umwälzungen in der UdSSR und auf dem Balkan erlebte Regina Strassegger u. a. in Moskau (Exklusivinterview mit Exaußenminister Eduard Schewardnadse, Jänner 1992), in der Ukraine, im georgischen Bürgerkrieg sowie in Mazedonien. Über ihre Reportagen "Krieg oder Frieden im Land der Khmer", "Kriegsgefahr auf der Krim", "Chaos am Kaukasus" urteilte die internationale Presse: "Spannende Analysen mit eindrucksvoller Bildsprache!"
Das österreichische Außenamt hat wiederholt auf die Kompetenz der Journalistin zurückgegriffen: So wurde sie im April 1993 bzw. im April 1994 als UN-Wahlbeobachterin nach Eritrea bzw. Südafrika entsandt. 1998 wurde Regina Strassegger gemeinsam mit Kollegen der BBC zu einem TV-Workshop nach Mosambik eingeladen. Im Sommer 2000 fungierte sie abermals als Wahlbeobachterin - diesmal für die OSZE in Montenegro.
Zwischen 1995 und 1998 widmete sich Strassegger vorwiegend dem Phänomen "Der Mensch im sozioökonomischen Umbruch". Ihre Filme "Keine Arbeit in Europa", "Illusionslos. Ein Lokalaugenschein bei rechtsradikalen Jugendlichen in Ostdeutschland" oder die Reportage über den internationalen Frauenhandel "Schatten im Paradies", ihre Arbeiten über Befindlichkeiten im österreichischen Sozialstaat - "Wie das Leben so spielt", "Gesichter der Armut" - tragen eine unverwechselbare Handschrift.
Zwischen 1999 und 2004 konzentrierte sich Strassegger auf Filmporträts zeitenprägender Persönlichkeiten. "Karol Wojtyla. Ein Papst scheidet die Geister", "Inge Morath. Letzte Reise" sowie "Nelson Mandela - Freiheitskämpfer, Versöhner, Ikone" gelten als eindrucksvolle Zeitdokumente.
2005 zeichnete Regina Strassegger für die 3sat-Sendereihe "Lichtblicke" verantwortlich. Porträts von ungewöhnlichen Menschen, die das Schicksal bekehrten.
Regina Strasseggers Filme wurden mehrfach ausgezeichnet.