Der Schauspieler und Regisseur Hans-Michael Rehberg wurde am 2. April 1938 in Fürstenwalde/Spree geboren und absolvierte seine Schauspielausbildung an der Folkwangschule in Essen. Er begann seine Theaterlaufbahn an den Städtischen Bühnen von Krefeld-Mönchengladbach. Spätere Engagements führten ihn unter anderem nach Wien, an das Burgtheater und an das Theater in der Josefstadt, weiters ans Kölner Schauspielhaus sowie auf Bühnen in Hamburg, Berlin, Zürich, München, Stuttgart und zu den Salzburger Festspielen. Rollen in Werken von Shakespeare bis Tankred Dorst machten Rehberg als vielseitigen Charakterdarsteller weithin bekannt. Bereits während seiner Bühnenkarriere als Schauspieler arbeitete er mit namhaften Regisseuren wie Heinz Hilpert, Peter Zadek, Ingmar Bergmann, Franz-Xaver Kroetz, Dieter Giesing, Luc Bondy, Hans Lietzau, Peter Stein und Claus Peymann zusammen.
Auch im Film- und Fernsehbereich spielte Hans-Michael Rehberg unter renommierten Regisseuren: z. B. mit Rainer Werner Fassbinder in der berühmten Döblin-Verfilmung "Berlin, Alexanderplatz" (1980), Alexander Kluge in "Angriff der Gegenwart auf die verlorene Zeit" (1985), Xaver Schwarzenberger in "Donauwalzer" (1985), Margarethe von Trotta in "Rosa Luxemburg" (1986), Steven Spielberg in "Schindlers Liste" (1993), Sönke Wortmann in "Campus" (1997) und Julian Pölsler in "Der Schandfleck" (1998), "Zärtliche Sterne" (1999) und in den Verfilmungen der "Polt"-Kriminalromane von Glauser-Preisträger Alfred Komarek.
1970 stand Rehberg in Wolfgang Beckers Serie "11 Uhr 20" das erste Mal vor der Fernsehkamera. Später war er u. a. in den Krimireihen "Der Kommissar" (1969-1976), "Der Alte", "Derrick", "Tatort", "Wolffs Revier", "Eurocops", "Kommissar Rex" und "Rosa Roth" präsent. Im ORF war der Mime auch in zahlreichen Spielfilmproduktionen zu sehen, so zum Beispiel in Urs Eggers Verfilmung des Bestsellers "Opernball" von Josef Haslinger (am 8. Februar im ORF zu sehen), in Julian Pölslers TV-Adaption des Ludwig-Anzengruber-Romans "Der Schandfleck", in der er den Reindorfer-Bauern spielte und dafür mit dem Sonderpreis beim Bayerischen Fernsehpreis 2000 ausgezeichnet wurde. Weiters spielte Rehberg in Peter Wecks ORF-Gaunerkomödie "Geliebte Gegner", in der mehrfach ausgezeichneten ORF-Koproduktion "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" von Heinrich Breloer und Horst Königstein oder in allen bisherigen ORF-Verfilmungen der "Polt"-Krimis von Alfred Komarek ("Polt muss weinen", "Blumen für Polt", "Himmel, Polt und Hölle"), die Julian Pölsler in Szene setzte.
1968 wurde Hans-Michael Rehberg zum Bayerischen Staatsschauspieler ernannt, 1994 erhielt er den österreichischen Theaterpreis Josef-Kainz-Medaille für die Darstellung des Mendel Krik in "Sonnenuntergang" von Isaak Babel im Wiener Akademietheater. Im Jahr 2002 wurde Rehberg für seine Leistungen mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring - eine der höchsten Auszeichnungen für Theaterschauspieler - gewürdigt. Bei den Salzburger Festspielen 2002 stand er in Christian Stückls Neuinszenierung des "Jedermann" auf der Bühne.
2003 stand Hans-Michael Rehberg unter anderem für die neue Krimireihe "Pater Brown" mit Publikumsliebling Ottfried Fischer, in der Rehberg dessen Vorgesetzten, einen Bischof, gibt. Außerdem 2003 drehte er unter der Regie von Julian Pölsler die vierte "Polt"-Krimiverfilmung nach Alfred Komarek mit dem Titel "Polterabend".
Von August bis September 2004 stand er unter der Regie von Julian Pölsler in der ORF-Verfilmung "Daniel Käfer und die Villen der Frau Hürsch" vor der Kamera.
2008 dreht er an der Seite von Joachim "Blacky" Fuchsberger und Bibiana Zeller unter der Regie von Wolfgang Murnberger die ORF/SWR-Komödie "Live Is Life" nach einem Drehbuch von Erfolgsautor Uli Brée.