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Tobias Moretti
© ORF
Tobias Moretti wurde 1959 in Gries/Tirol geboren.

Nach dem Studium der Komposition an der Musikhochschule Wien wechselte er an die Otto-Falckenberg-Schule in München. Anschließend war er festes Ensemblemitglied beim Bayrischen Staatsschauspiel (Frank Baumbauer) und von 1985-1995 an den Münchner Kammerspielen (Dieter Dorn), wo er u. a. in Brechts "Mann ist Mann", Achternbuschs "Der Frosch" und in der Titelrolle von Shakespeares "Troilus und Cressida" große Erfolge feierte.

Seit 1989 wandte sich Tobias Moretti vermehrt dem Genre Film zu: Mitterers "Piefke Saga", Rodolfo Dalvais "I due ponti" (1988) und die erste Zusammenarbeit mit Xaver Schwarzenberger "Der Rausschmeißer".

In der Folge war er neben seinem Theatererfolg am Wiener Burgtheater - Tschechows Einakter "Der Heiratsantrag" mit Anne Bennent - zwischen 1994 und 1997 - in der Fernsehserie "Kommissar Rex" zu sehen, mit der er seitdem weltweit bekannt wurde. Des weiteren drehte Tobias Moretti Filme wie "Workaholic" (1996, Sharon von Wietersheim), "Das ewige Lied" (1997, Franz Xaver Bogner), "Clarissa" (1997, Jacques Deray), "Krambambuli" (1998, Xaver Schwarzenberger), "Amok" (1999, Thomas Jauch), "Todfeinde" (1999, Oliver Hirschbiegel), "Deine besten Jahre" (1999, Dominik Graf) und "Die Nichte und der Tod" (1999, Peter Payer).

Mit den Literaturverfilmungen "Cristallo di rocca" / "Bergkristall" (1998, Maurizio Zaccaro) und " Giuseppe di Nazaret" (1999, Raffaele Mertes) debütierte er in internationalen Produktionen.

Im Jahr 2000 spielte er unter anderem in Curt Faudons "Wenn Männer Frauen trauen" und "Tattoo - Tödliche Zeichen". Im Jahr 2001 folgten Peter Keglevic' Verfilmung der Oetker-Entführung "Tanz mit dem Teufel", der Thriller "Gefährliche Nähe und du ahnst nichts" unter der Regie von Hartmut Schön sowie zwei Arbeiten mit Xaver Schwarzenberger - einerseits der Thriller "Ein Hund kam in die Küche", andererseits das historische Epos "Andreas Hofer - Die Freiheit des Adlers" über den Tiroler Nationalhelden Andreas Hofer, den Moretti verkörperte.

Für seine Rolle in "Tanz mit dem Teufel" wurde Moretti im März 2002 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

Im Frühjahr 2002 wirkte der Tiroler Publikumsliebling in einer weiteren internationalen Großproduktion mit: Unter der Regie von Hollywood-Filmemacher Uli Edel spielte er an der Seite von internationalen Größen wie Richard Harris und Christopher Walken in der Historienverfilmung "Julius Caesar".

Sein Regiedebüt gab der vielseitige Mime im Februar 2001 mit Mozarts "Don Giovanni" in Bregenz.

Auf die Theaterbühne zog ihn im April 2001 eine Hauptrolle in der Uraufführung von Botho Strauß' "Der Narr und seine Frau" am Schauspielhaus Bochum, in Szene gesetzt von Matthias Hartmann. In Christian Stückls diesjähriger "Jedermann"-Inszenierung stand Moretti im Sommer 2002 in einer Doppelrolle - als Guter Gesell und als Teufel - bei den Salzburger Festspielen auf der Bühne. Außerdem war er in Salzburg auch in Claus Peymanns Inszenierung von Peter Turrinis Mozart-Oper "Da Ponte in Santa Fe" als Bandit, der sich als Mozart ausgibt, zu sehen.

Seit 1999 hat Tobias Moretti eine eigene Produktionsfirma.

Von März bis Juni 2004 stand er an der Seite von Sebastian Koch in dem dreiteiligen biografischen Doku-Drama "Speer und Er" unter der Regie von "Die Manns"-Macher Heinrich Breloer vor der Kamera. Danach drehte er den Kinofilm "Der Liebeswunsch" nach einem Roman von Dieter Wellershoff (Regie: Torsten C. Fischer)

Bis Ende November 2005 stand der TV- und Theaterstar für den Thriller "Ausgelöscht" in Innsbruck und Wien vor den Kameras. 2008 verkörpert Tobias Moretti den Exagenten Roddick in der hochkarätig besetzten internationale Romanverfilmung des Spionagethrillers "Schwarze Blumen" unter der Regie von David Carreras.

Weitere Produktionen von Tobias Moretti sind "Du gehörst mir" (2007), "Der Kronzeuge" (2007), "Das jüngste Gericht" (2008) und "Io, Don Giovanni" (2009).

Tobias Moretti wurden für seine schauspielerischen Leistungen zahlreiche Auszeichnungen zuerkannt, u.a. 2003 und 2004 der TV-Publikumspreis Romy als "beliebtester Schauspieler", der Bayerische Fernsehpreis und der Grimmepreis. Für Titelrolle in Grillparzers "König Ottokars Glück und Ende" bei Salzburger Festspielen und am Burgtheater erhielt Tobias Moretti den deutschen Gertrud-Eysoldt-Ring 2005.

Der diplomierte Landwirt, der sich zuerst im Zuge eines Kompositionsstudiums in der Musik versuchte, um schließlich im Schauspiel seinen Beruf zu finden, bewirtschaftet seinen eigenen Bauernhof in Tirol, auf welchem er mit seiner Frau, der Oboistin Julia Moretti, und zwei Kindern lebt.

Film und Fernsehen

(Eine Auswahl)

1986
"Der rostige Ritter", Regie: Felix Mitterer

1988
"Der Fluch", Regie: Ralf Huettner
"I due ponti", Regie: Rudolf Dalvai

1989
"Piefke Saga", Regie: Wilfried Dotzel
"Der Rausschmeißer", Regie: Xaver Schwarzenberger

1990
"Munde", Regie: Felix Mitterer

1992
"Piefke Saga", Regie: Werner Masten

1993/97
"Kommissar Rex"

1995
"Mia, Liebe meines Lebens", Regie: Giovanni Soldati
"Die Nacht der Nächte", Regie: Xaver Schwarzenberger
"Mein Opa ist der Beste", Regie: Helmuth Lohner

1996
"Mein Opa und die 13 Stühle", Regie: Helmuth Lohner
"Workaholic", Regie: Sharon von Wietersheim

1997
"Ein Herz wird wieder jung", Regie: Heide Pils
"Das ewige Lied", Regie: Franz Xaver Bogner
"Krambambuli", Regie: Xaver Schwarzenberger
"Clarissa", Regie: Jacques Deray

1998
"Todfeinde", Regie: Oliver Hirschbiegel
"Deine besten Jahre", Regie: Dominik Graf
"Tränen des Todes", Regie: Cinzia Torrini
"Bergkristall - Verirrt im Schnee", Regie: Maurizio Zaccaro

1999
"Alphamann", Regie: Thomas Jauch
"Joseph", Regie: Raffaele Mertes
"Die Nichte und der Tod", Regie: Peter Payer

2000
"Wenn Männer Frauen trauen", Regie: Curt Faudon
"Das Tattoo - Tödliche Zeichen", Regie: Curt Faudon
"Tanz mit dem Teufel - Die Entführung des Richard Oetker", Regie: Peter Keglevic

2001
"Ein Hund kam in die Küche", Regie: Xaver Schwarzenberger
"Gefährliche Nähe und du ahnst nichts", Regie: Hartmut Schön
"Andreas Hofer - Die Freiheit des Adlers", Regie: Xaver Schwarzenberger
"All around the Town", Regie: Paolo Barzman

2002
"Julius Caesar", Regie: Uli Edel
"Schwabenkinder", Regie: Jo Baier

2003

"Der Wille der Sterne", Regie: Piero M. Benfatti
"Die Rückkehr des Tanzlehrers", Regie: Urs Egger
"Käthchens Traum", Regie: Jürgen Flimm

2004
"Speer und Er", Regie: Heinrich Breloer
"Der Liebeswunsch", Regie: Torsten C. Fischer

2005
"Mord auf Rezept", Regie: Isabel Kleefeld

2007
"Das jüngste Gericht", Regie: Urs Egger
"Du gehörst mir", Regie: Tobias Ineichen
"Der Kronzeuge", Regie: Johannes Grieser

2008
"Schwarze Blumen", Regie: David Carreras

2009
"Geliebter Johann Geliebte Anna", Regie: Julian Pölsler
"Io, Don Giovanni", Regie: Carlos Saura
"Fred Vargas: Bei Einbruch der Nacht", Regie: Josée Dayan

2010
"Bauernopfer", TV, Regie: Wolfgang Murnberger

 

 
Theater, Regie(Eine Auswahl)

Theater:
Residenztheater München
"Katzelmacher"
"König Lear"

Kammerspiele München
"Mann ist Mann"
"Die schöne Fremde"
"Troilus und Cressida"
"Der Theatermacher"
"New York, New York"

Burgtheater Wien
"Der Heiratsantrag"
"Der Bär"
"König Ottokars Glück und Ende"

Theater in der Josefstadt Wien
"Victor oder Kinder an die Macht"

Volksoper Wien
"Die Bernauerin"
Schauspielhaus Bochum
"Der Narr und seine Frau"

Salzburger Festspiele
"Jedermann"
"Da Ponte in Santa Fe"
"König Ottokars Glück und Ende"

Regie:

2001 "Don Giovanni" in Bregenz


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