Ulrike Beimpold wurde am 10. Mai 1967 in Wien geboren. Sie wusste bereits im Alter von vier Jahren, was sie wollte: nämlich Schauspielerin werden. Bereits mit 15 Jahren erhielt sie ihr erstes Engagement am Wiener Burgtheater, wo sie dann auch blieb und nebenbei die Schauspielschule Kraus besuchte: "Ich war mit 17 Jahren fertig ausgebildete Schauspielerin, aber nur am Papier. Denn so stimmt es ja nicht, man lernt in diesem Beruf nie aus."
Bereits im Teenageralter stand Beimpold mit ihren großen Idolen auf der Bühne und meint heute dazu: "Ich hatte damals das Gefühl, das sei selbstverständlich. Erst später, mit 30, hab ich gewusst, was das bedeutet hat." Im Jahr 2000 hat sie das Burgtheater verlassen, um wie sie selbst meint "erwachsen zu werden".
Ulrike Beimpold spielte in Stücken von Nestroy, Grillparzer, Schnitzler, Horváth, Kleist, Shakespeare, Wedekind, Handke, arbeitete mit Hans Hollmann, Leopold Lindtberg, Erwin Axer, Jérome Savary, Ruth Berghaus, Jürgen Flimm, Achim Benning und Claus Peymann.
Die viel beschäftigte Burgschauspielerin lieh zudem ihre Stimme dem süßen Schweinchen Babe in den beiden Österreichsynchronisationen von "Ein Schweinchen namens Babe" und "Schweinchen Babe in der großen Stadt". Außerdem spricht Ulrike Beimpold häufig Radiospots und Hörspiele.
Daneben gab es immer wieder Auftritte in Film und Fernsehen, so etwa in "Julia", "Dolce Vita", "Die Strudelhofstiege" und "Stella di Mare". Dass sie heuer (2004) ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum feiert, ist für Ulrike Beimpold kein Grund, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen. Im November 2004 kam Joseph Vilsmaiers "Der Bergkristall", in dem sie mitspielte, in die Kinos, und in der Volksoper ist sie in der "Fledermaus" zu sehen.
Eine weitere Beschäftigung Beimpolds sind Rezitationsabende, in denen sie sich auf die österreichische Literatur der vergangenen Jahrhundertwende konzentriert. Mit ihrer Eigenproduktion "Katharina Schratt - ein Leben" widmet sie sich dem außergewöhnlichen Leben der Vertrauten von Kaiser Franz Joseph.
Zudem stand sie im Frühjahr 2006 auf dem Parkett der zweiten Staffel der ORF-"Dancing Stars". Außerdem ist sie regelmäßig in dem ORF-Comedy-Format "Was gibt es Neues?" zu Gast.
In ihrem erst kürzlich erschienenen Buch "Eine Birne namens Beimpold - Anekdoten einer Burgpflanze" veröffentlicht die österreichische Schauspielerin Geschichten, bekannte Namen und haufenweise Anekdoten aus 25 Jahren Theaterleben. Bereits mit 18 Jahren hat sie begonnen, sich Notizen zu machen und ihre Erlebnisse festzuhalten. Auch der Titel des Buches hat etwas mit ihrem Schauspielleben zu tun.
Theater (eine Auswahl):
Burgtheater, Wien
1979/80
"Das Mädl aus der Vorstadt" (Nestroy)
1980/81
"Don Juan kommt aus dem Krieg" (Horváth)
1981/82
"Großvater und Halbbruder" (Hürlimann)
1982/83
Das weite Land" (Schnitzler)
"In Goethes Hand" (Walser)
"Einen Jux will er sich machen" (Nestroy)
1983/84
"Höllenangst" (Nestroy)
"Der Reigen" (Schnitzler)
"Jacobowsky und der Oberst" (Werfel)
"Die Dreigroschenoper" (Grillparzer)
1984/85
"Der Diamant des Geisterkönigs" (Raimund)
"Heimliches Geld, heimliche Liebe" (Nestroy)
1985/86
"Hochzeit" (Canetti)
"Der böse Geist Lumpazivagabundus" (Nestroy)
1986/87
"Mutter Courage und ihre Kinder" (Brecht)
"Ein Sommernachtstraum" (Shakespeare)
"Die Hermannsschlacht" (Kleist)
1987/88
"Geschichten aus dem Wienerwald" (Horváth)
"Der Barometermacher auf der Zauberinsel" (Raimund)
1988/89
"Dona Rosita bleibt ledig" (Lorca)
"Der Schützling" (Nestroy)
1989/90
"Die Vögel" (Aristophanes)
1990/91
"Der Alpenkönig und der Menschenfeind" (Raimund)
"König Ottokars Glück und Ende" (Grillparzer)
"Penthesilea" (Kleist)
1991/92
"Der Schwierige" (Hofmannsthal)
"Honigmond" (Barylli)
1993/94
"Der kaukasische Kreidekreis" (Brecht)
"Die Rundköpfe und die Spitzköpfe" (Brecht)
1994/95
"Die Raststätte" (Jelinek)
"Das Dschungelbuch" (Kipling)
1995/96
"Der Messias" (Barlow)
"Katzelmacher" (Fassbinder)
"Orpheus in der Unterwelt" (Offenbach)
1996/97
"Der Floh im Ohr" (Feydeau)
2003/04/05
"Die Fledermaus" (Johann Strauß), Volksoper
2005
"Der Opernball" (Richard Heuberger), Volksoper
2006/08
"Die Weberischen" (Feklix Mitterer), Museumsquartier bzw. Volkoper