Für alle, die es genau wissen wollen.
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16:9
ist ein Bildformat das dem Gesichtsfeld des Menschen besonders gut entspricht. Der ORF strahlt seit 10. April 2007 eine Vielzahl von Produktionen in diesem Format aus und wird sukzessive einen erheblichen Teil seines Programmangebots in diesem Format herstellen. "Universum", aber auch zahlreiche Kulturproduktionen und viele Spielfilme, werden bereits seit vielen Jahren im Format 16:9 ausgestrahlt. mehr...
Common Interface-Modul (CI-Modul)
ist die Bezeichnung für eine genormte Schnittstelle bei → Set-Top-Boxen. Durch ein Common Interface ist es möglich, unterschiedliche Einschubmodule zum Empfang von → verschlüsseltem Fernsehen zu verwenden.
Digitale TV-Zusatzdienste
Multimedial gestaltete Informations- und Serviceinhalte, die parallel zum digitalen TV-Programm genutzt werden können. Beispiele sind der digitale, mit Fotos und Grafiken angereicherte Infotext, direkt auf das jeweilige Programm Bezug nehmende Zusatzdienste wie Hintergrundinfos zur Sendung oder der → EPG.
Die digitalen TV-Zusatzdienste basieren auf dem Standard MHP (Multimedia Home Platform) und können über MHP-fähige → Set-Top-Boxen genutzt werden.
Dolby Digital
ist ein Mehrkanal-Tonsystem, das im Wohnzimmer beim Fernsehen für echtes "Kino-Feeling" sorgt. Der ORF präsentiert seinen Kunden eine Vielzahl internationaler Kinohits, aber auch viele "Universum"-Dokumentationen und zahlreiche weitere Sendungen – darunter das Neujahrskonzert – in Dolby-Digital-Qualität.
DVB
(Digital Video Broadcasting) ist der Standard für das digitale Fernsehen. Mehrere Fernsehsignale werden in digitaler Form, z.B. als
→ MPEG2-Signal, in einen DVB-Datenstrom zusammengefasst und ausgestrahlt. Ein weiterer Buchstabe gibt Aufschluss darüber, über welchen Verbreitungsweg bzw. für welche Endgeräte das DVB-Signal ausgestrahlt wird. Neben DVB-S (Satellite), DVB-C (Cable) und → DVB-T (Terrestrial) wurde in den vergangenen Jahren der stromsparende Standard DVB-H (Handheld) für mobile Empfangsgeräte entwickelt.
DVB-T
(= Digital Video Broadcasting-Terrestrial) ist die Bezeichnung für das Digitale Antennenfernsehen, das derzeit in ganz Europa eingeführt wird. Die EU und der Gesetzgeber haben dies auch für Österreich und somit für den ORF bzw. seine TV-Programme vorgesehen. Bei DVB-T werden die Fernsehsignale wie beim bisherigen analogen TV terrestrisch übertragen und über Zimmer- oder Dachantenne empfangen.
Website: www.dvb-t.at
EPG
steht für "Electronic Program Guide", eine elektronische Programmzeitschrift, die den Nutzern von digitalen Satellitenempfängern und künftig den Nutzern von → DVB-T das Suchen ihrer Lieblingssendung erleichtern wird.
HDTV
(High Definition TeleVision = hochauflösendes Fernsehen) zeichnet sich durch eine deutlich bessere Bildqualität aus. Diese überaus aufwendige Technik ist auch für Konsumenten mit erheblichen Mehrkosten verbunden, weil herkömmliche bzw. ältere TV-Geräte HDTV nicht darstellen können. Will man TV-Sendungen in HDTV-Qualität sehen, braucht man ein speziell dafür geeignetes Fernsehgerät. Der ORF produziert zurzeit ausgewählte Programme wie einzelne "Universum"-Folgen und das Neujahrskonzert in HDTV-Qualität.
Interaktives Fernsehen
bezeichnet eine auf dem digitalen Fernsehen basierende Variante des Fernsehens, welche die Beteiligung und Einbeziehung des Publikums am TV-Programm direkt über das TV-Gerät bzw. die Fernbedienung ermöglicht.
IPTV
ist die Abkürzung für "Internet Protocol Television", also Bewegtbild über das Internet. Der ORF bietet über die Website http://iptv.ORF.at ausgewählte aktuelle Videobeiträge.
MHP
(Multimedia Home Platform) ist jene Technologie, auf der die neuen digitalen TV-Zusatzdienste des ORF basieren. Mit dem Start von DVB-T wird der ORF diese Dienste anbieten. Sie können einfach über das TV-Gerät genutzt und mit der Fernbedienung gesteuert werden. Diese Informations- und Serviceangebote beinhalten z. B. einen mit Grafiken und Fotos angereicherten Teletext und Zusatzinformationen zum laufenden TV-Programm. Für diese multimedialen und interaktiven TV-Zusatzdienste ist eine MHP-fähige Set-Top-Box notwendig.
MPEG
steht für Motion Picture Expert Group und die von ihr entwickelten Standards für die Komprimierung von digitalem Video. Mit Hilfe der MPEG-Standards können mehrere TV-Programme in einen → DVB-Strom zusammengefasst und ausgestrahlt werden.
Multiplexer
ist eine technische Einrichtung, in der mehrere TV-Programme und Zusatzdienste zu einem → DVB-Datenstrom zusammengefasst werden.
Podcasts
Podcasting nennt man das Produzieren und Anbieten von Audio- und Videodateien über das Internet. Diese Mediendateien werden im Internet bereitgestellt und aktualisiert. User können diese Podcasts auf ihren MP3-Player übertragen und überall und jederzeit genießen. Der ORF stellt zahlreiche Podcasts gratis zur Verfügung. (http://oe3.ORF.at/podcast, http://fm4.ORF.at/podcast)
PVR
ist die Kurzform für Personal Videorecorder und bezeichnet Empfänger z.B. für Satellitenfernsehen, die ein Fernsehprogramm auf eine Festplatte aufzeichnen können.
RDS
bezeichnet das "Radio Data System", mit dessen Hilfe Zusatzdaten über Radio übertragen werden. Dadurch ist es z.B. möglich, dass auf einem der Display der Programmname angezeigt wird und Autoradios sich selbstständig um die Sendersuche kümmern. Der ORF sendet in seinen Radioprogrammen auch die RDS-Erweiterung → TMC aus.
TMC
TMC steht für "Traffic Message Channel" und erlaubt es, die aktuellen Informationen der ORF-Verkehrsredaktion an Kfz-Navigationssysteme zu überspielen, die für den TMC-Empfang ausgestattet sind. Das ermöglicht die Navigation um Staus herum.
Rückkanal
ermöglicht das → interaktive Fernsehen. Er ist die Voraussetzung für die Nutzung von interaktiven Diensten. In vielen → Set-Top-Boxen ist der Rückkanal bereits eingebaut. Zusätzlich muss von der → Set-Top-Box eine Datenverbindung (z.B. über Telefon oder ADSL) hergestellt werden können.
SCART
bezeichnet eine genormte, 21-polige Steckverbindung zwischen Fernsehgerät Geräten wie z.B. DVD-Playern oder → Set-Top-Boxen. Um digitales Fernsehen zu empfangen, wird eine Set-Top-Boxen zumeist mit Hilfe eines SCART-Kabels an das TV-Gerät angeschlossen.
Set-Top-Box
ist ein Empfangsgerät, das es ermöglicht, digitale TV-Signale z.B. über Antenne oder Satellitenspiegel zu empfangen und auf einem normalen TV-Gerät anzusehen.
Simulcast
ist die zeitgleiche Ausstrahlung von analogen und digitalen TV-Signalen während einer Übergangsphase. Vor der endgültigen Umstellung auf digitales terrestrisches Fernsehen werden die analoge und die digitale Übertragung für mindestens vier Monate parallel geführt. Diese sogenannte Simulcast-Phase startet zeitgleich in ganz Österreich, die endgültige Einstellung der "alten" analogen Übertragung erfolgt zeitversetzt in den einzelnen Regionen.
Smartcard
ist eine Scheckkarten-große Chipkarte, die in eine → Set-Top-Box geschoben wird, um → verschlüsselte TV-Programme empfangen zu können. Eine Smartcard ist auch erforderlich, um die ORF-Fernsehprogramme über Satellit zu empfangen. Nähere Informationen dazu gibt es unter http://digital.ORF.at.
Stereo und Dolby Surround
sind zwei Standards für die Tonübertragung, die eine räumliche Klangwiedergabe ermöglichen. Bei Stereo-Sendungen werden zwei Tonkanäle übertragen (links und rechts), Dolby Surround ermöglicht mit vier Tonkanälen einen noch räumlicheren Klang. Dafür sind ein entsprechender Audio-Verstärker und zusätzliche Lautsprecher erforderlich.
Teletext
ist eines der beliebtesten Textmedien in Österreich, das umfassende und aktuelle Nachrichten, Wetter- und Sportinformationen, einen umfangreichen Serviceteil und zahlreiche Themen-Magazine bietet. Der ORF TELETEXT wird auch im digitalen TV-Zeitalter weiter verfügbar sein.
Verschlüsselung
ist ein Vorgang, mit dem die unberechtigte Nutzung von TV-Programmen verhindert wird. Der ORF muss seine TV-Programme via Digitalsatellit aus urheberrechtlichen Gründen verschlüsseln und verwendet dafür das System "Cryptoworks". Nähere Informationen über den Satellitenempfang der ORF-Programme gibt es unter http://digital.ORF.at.
Video on Demand
bezeichnet die Möglichkeit, Videoinhalte zeitungebunden und auf Abruf konsumieren zu können.
VPS
VPS (Video Program System) bezeichnet eine Programmierhilfe für Aufzeichnungen im analogen Fernsehen. VPS wird - ebenso wie der Teletext - in der vertikalen Austastlücke des TV-Signals ausgestrahlt. VPS kennzeichnet die jeweils laufende Sendung durch ein "Label", so dass ein entsprechend programmierter Videorecorder Programme unabhängig von der tatsächlichen Beginnzeit von Anfang bis Ende aufzeichnet. VPS-Labels stimmen üblicherweise mit den geplanten Beginn- und Endzeiten von Sendungen überein, Abweichungen werden in den TV-Programmzeitschriften bekanntgegeben und sind auch unter tv.ORF.at zu finden.