Ein ganzes Haus und viele Prominente im Dienst der guten Sache
Bereits zum vierten Mal fand gestern, am Montag, dem 21. November 2011, der "Licht ins Dunkel"-Aktionstag in allen Medien des ORF statt. Viele prominente Gäste stellten sich erneut in den Dienst der guten Sache und halfen an den Spendentelefonen mit, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – die viele Menschen am eigenen Leib verspüren – persönliches Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu demonstrieren, so der Tenor unter den Mitwirkenden. Der Einsatz hat sich gelohnt: 683.709 Euro – um rund 20.000 Euro mehr als im Vorjahr – wurden im Verlauf des gestrigen Aktionstages gespendet. Geld, das Menschen mit Behinderungen und Menschen in sozialen Notlagen, insbesondere Familien und Kindern in Österreich, zugutekommt.
Topreichweiten für "Licht ins Dunkel": Aktionstag erreichte 47 Prozent der Österreicher/innen – meistgesehene "Promi-Millionenshow" zugunsten "Licht ins Dunkel"
Auch in der Reichweite erzielte der gestrige Aktionstag ein sehr gutes Ergebnis und hatte im ORF-Fernsehen noch mehr Zuschauer als im Vorjahr. Insgesamt erreichte das ORF-Fernsehen mit allen Sendungen und Beiträgen zum Thema "Licht ins Dunkel" 3,353 Millionen Österreicherinnen und Österreicher, das sind rund 47 Prozent der österreichischen Bevölkerung in TV-Haushalten (Erwachsene 12+). Die "Promi-Millionenshow" zugunsten von "Licht ins Dunkel" im Hauptabend von ORF 2 war mit bis zu 1,086 Millionen (durchschnittlich 976.000 Zuschauer/innen; Marktanteil 35 Prozent) die meistgesehene Ausgabe am "Licht ins Dunkel"-Aktionstag und insgesamt die zweitbeste "Promi-Millionenshow"-Ausgabe seit 2005.
Bundespräsident Heinz Fischer: "Politik mit Kopf und Herz machen"
Unter den ersten Gästen des Tages war der Schirmherr der Aktion "Licht ins Dunkel", Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, mit seiner Frau Margit Fischer. Der Bundespräsident unterstrich die Bedeutung des Spendens auch im Sozialstaat. Fischer: "Ich glaube, dass unser soziales Gefüge auf mehreren Säulen beruht. Die Tatsache, dass der Staat eine tragende Rolle in der Frage der sozialen Sicherheit hat, das ist in unserem Sozialstaat ja unbestritten. Aber dass darüber hinaus auch auf freiwilliger Basis und aufgrund persönlicher Initiativen zahlreiche Möglichkeiten geschaffen sind, um Menschen zu helfen, das ist das Schöne an unserer pluralistischen Gesellschaft." Als seine Wünsche an Politik und Gesellschaft nannte der Bundespräsident: "Dass in Zeiten, wo europaweit von Sparnotwendigkeiten und Sparpaketen geredet wird, die soziale Dimension der Politik nicht zu kurz kommt und die Menschen Politik mit Kopf und Herz machen."
Margit Fischer: "Die vielen Gesichter der Armut erkennen und gegen sie antreten"
Margit Fischer erinnerte, "dass die Armut auch in unserer Gesellschaft sehr viele Gesichter hat" und appellierte daran, "die vielen Ausprägungen der Armut zu erkennen und gegen sie anzutreten. Es gibt Menschen, die eine rasche und unbürokratische Hilfe brauchen – und das auf vielfältige Weise."
ORF-Generaldirektor Wrabetz: "Wir können helfen, um Spenden zu sammeln"
ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz bekräftigte einmal mehr die Rolle des ORF im Zusammenhang mit sozialer Verantwortung. Wrabetz: "Wir erreichen im Fernsehen, Radio und Internet fast täglich 90 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher, um sie zu informieren, um sie zu unterhalten. Aber es ist gleichzeitig eben diese Möglichkeit auch eine Verantwortung für uns: Wir können helfen, wir können über konkrete Hilfsprojekte informieren und wir können helfen, um Spenden zu sammeln."
Mayerhoffer: "Es geht nicht um Rekorde – jede Form des Engagements ist wichtig"
Die steigenden Anfragen an den "Licht ins Dunkel"-Soforthilfefonds bestätigen den Bedarf nach rascher und unbürokratischer Hilfeleistung, insbesondere in der kalten Jahreszeit und bei steigenden Energiekosten, das unterstich auch Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian-Broadcasting, die darüber hinaus auch die "Bedeutung des freiwilligen Engagements in der sozialen Verantwortung" unterstrich. Mayerhoffer: "Jede Form des Engagements ist wichtig. Es geht um keine Rekorde, wir können Geld, aber wir können auch Zeit spenden."
Viele prominente Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Sport, Gesellschaft und natürlich aus dem ORF waren beim gestrigen Aktionstag für "Licht ins Dunkel" im Einsatz und halfen an den Spendentelefonen kräftig mit, unterstützt von Soldaten des österreichischen Bundesheeres. Durch den Tag führten am Vormittag Tarek Leitner, am Nachmittag Elisabeth Engstler, jeweils mit Barbara Sima in ORF 2 sowie Sandra König, die für ORF eins das Spendengeschehen präsentierte. Alle Sendungen und Beiträge zum Thema "Licht ins Dunkel" waren im ORF TELETEXT untertitelt bzw. wurden teilweise auch in die österreichische Gebärdensprache übersetzt.
Tschürtz-Kny: "Förderung sinnvoller Projekte entlasten auch in Zukunft unser Land"
"Licht ins Dunkel"-Geschäftsführerin Christine Tschürtz-Kny bedankte sich nach dem langen Spendentag stellvertretend für all jene, denen dieses Geld zugutekommt. Tschürtz-Kny: "All jene Familien, die an der Grenze sind und den täglichen Lebensbedarf nicht mehr decken können und denen wir mit einer Zuzahlung helfen." Tschürtz-Kny unterstrich aber auch die gesellschaftliche Bedeutung sinnvoller Sozialprojekte: "Jene Projekte, wo behinderte Kinder nach ihren Fähigkeiten gefördert werden oder wo Menschen mit Behinderungen sinnvoll beschäftigt sind und eine Arbeit haben, sind uns besonders wichtig, weil wir dadurch auch in Zukunft unser Land entlasten."