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Kurt Sobotka
Fotocredit: ORF/Ali Schafler
Seit 62 Jahren steht Kammerschauspieler Kurt Sobotka auf der Bühne, er wirkte in mehr als 90 Josefstadt-Produktionen, 450 Fernsehfilmen und zahllosen Rundfunksendungen (davon 31 Jahre lang die legendäre sonntägliche Radio-Satire "Guglhupf") mit.

In wirtschaftlich sehr schlechten Zeit aufgewachsen wollte Kurt Sobotka als Kind Schiffskoch werden. Er dachte: "Als Koch hast immer was zu essen." Dass er dann doch Schauspieler wurde, hat er nie bereut und im Laufe seiner Karriere war er nur 14 Tage arbeitslos. Ursprünglich wollte er aber zur Oper gehen. Dazu kam es jedoch nicht, denn als Regieassistent zog er sich eine dermaßen schlimme Verkühlung zu, dass er ein Jahr lang nicht reden konnte. Danach war seine Stimme nur mehr ein "Stimmerl".

Kurt Sobotka, am 9. März 1930 in Wien geboren, war schon mit sechzehn Jahren Darsteller am Burgtheater, mit achtzehn bekam er sein erstes Engagement am Stadttheater Steyr.

Ab 1950 spielte er einige Jahre in sämtlichen Kellertheatern in Wien, unter anderem im Theater am Parkring. Die Kabarettlegende, die schon mit Größen wie Karl Farkas, Gerhard Bronner und Helmut Qualtinger auf der Bühne stand, war jahrelang künstlerischer Leiter des Simpl und feierte 1999 sein 50-jähriges Bühnenjubiläum.

Kurt Sobotka ist seit zwanzig Jahren ordentliches Mitglied des Theaters in der Josefstadt. Seit März 2000 ist er Ehrenmitglied dieses Theaters. Kurt Sobotka spielte unter anderem in Hamburg am Thalia Theater, in Berlin am Hansetheater und in Zürich am Schauspielhaus.

Er hat vor allem auch als Regisseur einen hervorragenden Ruf, mehr als 35 Theaterinszenierungen tragen seine Handschrift. So inszenierte Sobotka im Herbst 1999 das Programm der "Brennesseln" mit dem Titel "Durch Park und Schein". Auch für das Best-of-Programm "Am besten nichts Neues" konnte Kurt Sobotka als Regisseur gewonnen werden.

 

 
Film und Fernsehen:
(eine Auswahl)

Kurt Sobotka hat bis zum jetzigen Zeitpunkt zirka 450 Fernsehproduktionen gemacht und trat ungefähr 30 Mal als TV-Regisseur in Erscheinung.

1972 "Die lustigen vier von der Tankstelle", Kinofilm, Regie: Franz Antel

1974 "Wenn Mädchen zum Manöver blasen", Kinofilm, Regie: Franz Antel

1983 "Die Geschwister Oppermann", TV-Mehrteiler, Regie: Egon Monk

1993 "Die skandalösen Frauen", TV-Film, Regie: Xaver Schwarzenberger

1996 "Tatort - Kolportage", TV-Reihe, Regie: Hans Noever

1997 "Fröhlich geschieden", TV-Film, Regie: Peter Sämann

1998 "Qualtingers Wien", TV-Film, Regie: Harald Sicheritz

2001 "Dolce Vita & Co.", TV-Serie (Staffel 1), Regie: Erhard Riedlsperger, Claudia Jüptner

2002 "Dolce Vita & Co.", TV-Serie (Staffel 11), Regie: Claudia Jüptner

Theater (eine Auswahl):

1957-1960 Engagement am Theater in der Josefstadt

ab 1960 Kabarett im Theater am Kärntnertor

1974-1979 Kabarett Simpl

 
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