Wolfgang Murnberger wurde am 13. November 1960 in Wiener Neustadt geboren. Er studierte Regie, Drehbuch und Schnitt an der Wiener Filmakademie und arbeitet seit 1991 als freier Autor und Regisseur.
Erste Aufmerksamkeit erregte Murnberger mit seinem Abschlussfilm "Himmel und Hölle", der 1991 in den österreichischen Kinos zu sehen war und österreichische, aber auch internationale Auszeichnungen erhielt, so unter anderem 1990 den Preis der Österreichischen Filmtage, 1991 "Young Cinema Bronze" in Tokio und den ersten Preis der "Films of European Filmschools" in Florenz, weiters den Preis des Saarländischen Ministerpräsidenten beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis, den Preis der Internationalen Filmpresse Rotterdam sowie die Jungfilmerauszeichnung des vormaligen Bundesministeriums für Unterricht und Kunst.
Für die ORF-Auftragsproduktion "Auf Teufel komm raus" erhielt Murnberger den Erich-Neuberg-Preis 1996 und eine Romy. "Ich gelobe" wurde mit dem Wiener Filmpreis 1994 ausgezeichnet, war für den Auslands-Oscar nominiert und bei Filmfestivals in Rotterdam, Jerusalem und Chicago zu sehen. Im Jänner 2002 wurde Murnberger der Förderungspreis für Darstellende Kunst des Landes Burgenland zugesprochen.
Sein Kinofilm "Komm, süßer Tod" nach einer Wolf-Haas-Vorlage feierte große Erfolge: Mit mehr als 225.000 Kinobesuchern wurde der Krimi mit Josef Hader in der Hauptrolle zur erfolgreichsten Kinoproduktion des Jahres 2001. Derzeit arbeitet der Filmemacher an der Verfilmung des Wolf-Haas-Romans "Silentium".
Im ORF waren in den letzten Jahren mehrere Murnberger-Filme zu sehen, so etwa das Familiendrama "Wir bleiben zusammen" (2001), die Liebesgeschichte "Hainburg" (2001), die vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen um den geplanten Kraftwerksbau in den Donauauen spielt, und die Tragikomödie "Brüder" (2002).
Im Frühjahr 2003 wurde Regisseur Murnberger für die ORF-Komödie "Brüder" aus dem Jahr 2001 mit dem Erich-Neuberg-Preis ausgezeichnet. Die Fortsetzung "Brüder II" stand im November 2003 auf dem Programm von ORF 2.
Der ambitionierte Filmemacher setzte nach "Komm, süßer Tod" ein weiteres Stück österreichischer Kriminalliteratur filmisch in Szene: "Taxi für eine Leiche" hieß die TV-Adaption des 1997 erstmals erschienenen Romans "Ende der Vorstellung" von Edith Kneifl, die der ORF - mit Gertraud Jesserer und Karlheinz Hackl in den Hauptrollen - im Oktober 2002 präsentierte.
"Der Knochenmann" ist Wolfgang Murnbergers neueste Wolf-Haas -Verfilmung nach "Komm, süßer Tod" und "Silentium" (2003), für den sich wieder das Erfolgstrio Josef Hader, Autor Wolf Haas und Regisseur Wolfgang Murnberger verantwortlich zeichnet.
Weiters verfilmte er im Sommer 2004, 2006 und 2008 spannende Abenteuer der ORF-Krimiserie "Vier Frauen und ein Todesfall".
2009 werden Wolfgang Murnberger und die Drehbuchautoren Rupert Henning/Uli Brée für "Der schwarze Löwe" mit dem "Fernsehpreis der Erwachsenenbildung" in der Sparte Fernsehfilm ausgezeichnet.