Redaktion gibt Preisgeld an fünf Jungjournalist/innen weiter
Am Donnerstag, 22. September 2011 wurde der erste "Walther-Rode-Preis" vom Medienhaus Wien verliehen - an die Redaktion der Ö1-Sendereihe "Diagonal". Die 5.000 Euro Preisgeld investiert die "Diagonal"-Redaktion in journalistischen Nachwuchs und fordert Radiojournalist/innen auf, sich mit ihren Reportage-Ideen zu bewerben.
Die Ö1-Sendereihe "Diagonal" wird mit dem ersten Walther-Rode-Preis ausgezeichnet. Initiiert von der Forschungs- und Weiterbildungsgesellschaft Medienhaus Wien wird damit Journalismus prämiert, der wissenschaftlich begründbar ein Vorbild für publizistische Qualität ist. Für "Diagonal" wird das in der ausführlichen Jurybegründung an vier Kriterien festgemacht: an der Originalität der Sendung, an ihrer Vielfalt der Themen, Perspektiven und Quellen sowie an ihrer Sinnlichkeit, aber auch an ihrem Anspruch sich "wider die Zwangsaktualität" zu positionieren.
Seit 19. Mai 1984 ist "Diagonal - Radio für Zeitgenoss/innen" die "Wochenendbeilage" von Ö1. Jeden Samstag - außer an Feiertagen - ab 17.05 Uhr schaffen fast zwei Stunden Sendezeit Raum, um Themen der Zeit vielgestaltig zu betrachten. "Diagonal" gibt es in vier Ausgaben: als "Diagonal zum Thema", "Diagonal zur Person", "Diagonal-Stadtporträt" und, in der jeweils ersten Sendung des Monats, als aktuelles Magazin "Diagonal stellt vor".
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz:
"'Diagonal' ist ein Beweis dafür, dass 'gutes Radio' durch nichts ersetzt werden kann. Das Außergewöhnliche an 'Diagonal', diesem 'Radio für Zeitgenossen und Zeitgenossinnen', sind nicht nur Themenauswahl und die Perspektive, nicht nur die unterschiedlichen Elemente wie Reportage, Essay, Streitgespräch oder persönlicher Kommentar, sondern vor allem die Bedeutung der ästhetischen Form. 'Diagonal' ist diesbezüglich immer ein 'Leuchtturm in der Radiolandschaft', wie Wolfgang Kos einmal formulierte, gewesen, ein wichtiger Orientierungs- und Bezugspunkt. Ich gratuliere allen Beteiligten sehr herzlich!"
Mit dem Preisgeld im Wert von 5.000 Euro hat die "Diagonal"-Redaktion - Michael Schrott, Peter Lachnit, Peter Waldenberger, Susanne Fritz, Johann Kneihs, Ines Mitterer, Andrea Hauer, Nicole Dietrich, Christine Scheucher und Michael Neuhauser - bereits konkrete Pläne: Je 1000 Euro werden an fünf junge, maximal 30-jährige Radiojournalistinnen und -journalisten vergeben. Bewerben können sich dafür nicht nur freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen ORF-Radios in allen Bundesländern, sondern auch die der zahlreichen Freien Radios. Diese fünf jungen Radiojournalist/innen sollen mit dem Geld recherchieren und reisen können, um eine Reportage zu machen über jeweils ein interessantes europäisches Modell, das für Österreich beispielgebend sein könnte. Diese Reportagen werden 2012 in "Diagonal" gesendet, die Ausschreibung erfolgt in den nächsten Tagen.