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ORF-Initiative "Bewusst gesund"
"help tv spezial" zum Thema
"Unser Herz"
© ORF


 


 

27. Februar 2008, 20.15 Uhr, ORF 2

Herzinfarkt, Herzschwäche oder Schlaganfall sind die häufigsten Todesursachen in Österreich. Dabei könnten nach Meinung vieler Experten bis zu 90 Prozent dieser Erkrankungen durch eine Änderung des Lebensstils vermieden werden. Das Herz und seine Gesundheit stehen am Mittwoch, dem 27. Februar 2008, um 20.15 Uhr in ORF 2 im Mittelpunkt eines "help tv spezial".

In der Auftaktsendung zur ORF-Initiative "Bewusst gesund" bringt Barbara Stöckl live aus dem ORF-Zentrum Informationen, Tipps und Schicksale rund um das Thema Herz.

Herzinfarkt - Warum er bei Frauen oft nicht erkannt wird

Der Herzinfarkt galt lange Zeit als typische Männerkrankheit - zu Unrecht, wie die Statistiken zeigen. Frauen sterben öfter an Herzinfarkt als Männer. Ursachen sind Rauchen, die Pille, Übergewicht und die Doppelbelastung in Beruf und Familie.

"Frauen haben andere Symptome als Männer", weiß die Kardiologin und Gendermedizinerin Jeanette Strametz-Juranek: "Dadurch wird die Herzinfarktgefahr bei ihnen oft nicht rechtzeitig erkannt." Außerdem sind Frauen eher gewohnt, Schmerzen zu ertragen und rufen oft zu spät um Hilfe.

Die meisten Patientinnen gönnen sich nach einem Infarkt auch keine Erholung: Nur etwa 13 Prozent aller Herzinfarkt-Patienten gehen in Rehabilitation, davon sind ein Drittel Frauen. Der Herzinfarkt ist nur ein Beispiel für die unterschiedliche Medizin bei Männern und Frauen.

"Frauen erleben Krankheiten anders als Männer und sprechen auf Medikamente anders an", so Strametz-Juranek. Kein Wunder, wurden bis vor wenigen Jahren medizinische Studien und Medikamententests nur an Männern durchgeführt. Die sogenannte Gendermedizin nimmt die medizinischen Unterschiede zwischen Mann und Frau jetzt genau unter die Lupe. Herzinfarkt bei Frauen - wie zeigt er sich und was kann man dagegen tun? Darüber spricht Barbara Stöckl mit der Expertin Jeanette Strametz-Juranek und einer betroffenen Patientin.

Stress - Wie man ihm mit einfachsten Mitteln entkommt

Jeder kennt ihn, jeder hat ihn: Stress. Er ist eine der größten Gesundheitsgefährdungen unserer Zeit und ein Hochrisikofaktor für Herzerkrankungen. Wenn der Körper ständig in "Alarmbereitschaft" ist, erhöhen Stresshormone wie Cortisol oder Adrenalin den Blutdruck und verschlechtern den Stoffwechsel. Das kann auf lange Sicht das Herz schädigen.

"help tv" wollte wissen, wer mehr Stress und somit die größere Gefährdung für Herzkrankheiten hat: Eine alleinerziehende berufstätige Mutter von zwei Kindern tritt gegen einen Bankmanager an. Beide wurden einen Tag lang mit der Kamera begleitet. Ein spezielles Stress-Messgerät hat die Belastung der beiden Testpersonen aufgezeichnet. Die Ergebnisse waren überraschend. Wie man Stress bewusst und mit einfachen Mitteln abbauen kann, zeigt der Stressforscher Sepp Porta live in "help tv".

Bluthochdruck: Medikamente oder Bewegung - Was ist die bessere Medizin?

Die sogenannte Hypertonie gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Bis zu zwei Millionen Österreicher leiden an zu hohem Blutdruck, etwa ein Drittel weiß nicht einmal etwas davon.

Eines der effizientesten Mittel, um Bluthochdruck zu senken, ist Sport. Die ehemalige Marathon-Rekordläuferin und Internistin Dagmar Rabensteiner behandelt Diabetiker und Herzpatienten mit Ausdauertraining - und zwar mit sensationellem Erfolg. "Ich habe erkannt, dass ich meinen Patienten langfristig mit Sport besser helfen kann als mit Medikamenten."

Zwei ihrer Patienten hat "help tv" bei der Einnahme des Spezialmedikaments "Lauftraining" begleitet. Peter Kutsche ist 78 Jahre alt und bereitet sich gerade auf den Wien-Marathon vor. Der Stent, ein Drahtgeflecht in einem seiner Herzkranzgefäße, ist ihm dabei mehr Ansporn als Hindernis. "Ich gönne meiner 21 Jahre jüngeren Frau das Schicksal einer glücklichen Witwe nicht!", scherzt Kutsche. Der Versicherungsangestellte Walter Radda erlitt mit 41 Jahren einen Herzinfarkt und begann mit Dagmar Rabensteiners Hilfe ebenfalls mit dem Lauftraining. Er will von den zwölf Medikamenten, die er täglich einnehmen muss, gänzlich wegkommen.

Ist Sport die bessere Medizin? Dazu ist Dagmar Rabensteiner zu Gast in "help tv".

Herztransplantation - Das Leben mit dem fremden Herz

Schwer herzkranken Menschen bleibt oft nur mehr ein Ausweg: das Hoffen und Warten auf ein passendes Spenderherz. Vor 40 Jahren konnte der südafrikanische Chirurg Christiaan Barnard am 3. Dezember 1967 in Kapstadt die erste erfolgreiche Herztransplantation beim Menschen vornehmen. Dies war der spektakuläre Start für eine neue Ära in der Transplantationschirurgie und gleichzeitig auch ein Überschreiten einer imaginären Grenze für das, was die Medizin zu leisten vermag. Derzeit werden an den österreichischen Herzzentren rund 50 Herzen pro Jahr transplantiert.

Aber auch Alternativen, wie zum Beispiel ein Kunstherz, sind mittlerweile vorhanden. Auch wenn sich die chirurgischen Möglichkeiten in den vergangenen Jahren deutlich verbessert haben, bedeutet dieser Eingriff für die Patienten immer noch eine enorme körperliche und emotionale Belastung. "help tv" hat einen Patienten zu diesem gravierenden Eingriff mit der Kamera begleitet.

Außerdem in "help tv": die ehemalige Grün-Politikerin Freda Meissner-Blau, die seit neun Jahren mit einem fremden Herz lebt.

KONTAKTADRESSEN:

Interessensgemeinschaft Herz
www.herzschutz.at

Österr. Herzfonds
Tel: 01/ 408 95 66
www.herzfonds.at

Österr. Herzverband
Tel: 0316/ 69 45 17
www.herzverband.at

Prof. Jeanette Strametz-Juranek
Institut Jurana
Triester Str. 12/2/3, 2351 Wiener Neudorf
Tel: 02236/ 486 85
www.institut-jurana.at

Univ. Prof. Siegfried Meryn
Wr. Privatklinik
Pelikangasse 15, 1090 Wien
Tel: 01/ 403 10 11
www.wpk.at

Univ. Prof. Dr. Ali Ahmadi
Wr. Privatklinik
Pelikangasse 15, 1090 Wien
Tel: 01/ 40180 - DW 2320
www.wpk.at

I.A.S. - Institut f. Angewandte Stressforschung
Univ. Prof. Dr. Sepp Porta
Hauptplatz 2, 8490 Bad Radkersburg
Tel: 0664/ 11 005 36
E-Mail: stresscenter@netway.at
www.bro.at

Zentrum für Medizin und Sport
Dr. Dagmar Rabensteiner
Paniglgasse 9, 1040 Wien
Tel: 01/ 228 00 28
www.sportmedizin-rabensteiner.com

Heartman-Messung:
Heart - Balance AG
Niederlassung Österreich:
Reininghausstr. 13a/1/19, 8020 Graz
Tel: 0316/ 225 144
www.heartbalance.com

Infos über ambulante kardiologische Rehabilitation
www.agakar.at

Erste Hilfe Online - ein Angebot des österr. Roten Kreuz
www.erstehilfe.at

Weitere Infos zum ORF-Gesundheitsinitiative ´Bewusst gesund - unser Herz´ in der
März-Ausgabe der ORF-Nachlese
erhältlich im Zeitschriftenfachhandel bzw. ABO-Bestellung unter:
Tel: 0800 22 69 89


Literaturtipp:

DDr. Rudolf Waldenberger
Handbuch für Herzbesitzer
Verlag Ueberreuter

Literatur-Neuerscheinung:

Prim. Dr. Georg Gaul
´Herzinfarkt´
Buchreihe d. Hauptverbandes d.österr.Sozialversicherungsträger
Verlag Holzhausen

MI 27.2.200820.15 UHR

 

 
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ORF-Gesundheitsinitiative


"Bewusst gesund"-Hotline
ORF-Kundendienst
Tel: 01/870 70-30
(27.2.: 17.00 - 22.00 Uhr, 28.2.-5.3.: 17.00 - 21.00 Uhr)
Herz-Spezialisten und
-Experten geben Antwort auf Fragen rund um das Thema Gesundheit und Herz. Mitarbeiter des ORF-Kundendienstes informieren über die Intitiative "Bewusst gesund – mit Ihrem ORF".

insider.ORF.at/gesundheit

ORF TELETEXT: Seite 650

ORF OK MultiText: Spezialportal

"ORF nachlese" März


Barbara Stöckl präsentiert:

Herzinfarkt - Warum er bei Frauen oft nicht erkannt wird

Stress - Wie man ihm mit einfachsten Mitteln entkommt

Bluthochdruck: Medikamente oder Bewegung - Was ist die bessere Medizin?

Herztransplantation - Das Leben mit dem fremden Herz

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