Dreharbeiten zu sechs neuen Folgen der skurrilen ORF-Serie mit Neuhauser, Stein, Kren und Poel
Engelsfiguren, Kirchenglocken, Gesangsbücher und mittendrin eine eigenbrötlerische Bäuerin, die eine so schwerwiegende Schuld auf sich geladen hat, dass dies nicht nur dem Pfarrer der Dorfgemeinde sauer aufstößt, sondern sie sogar in aller Öffentlichkeit bloßstellen lässt. Turbulent geht es in der vierten Staffel der skurrilen ORF-Serie "Vier Frauen und ein Todesfall" zu, wenn es für die "Begräbnisfreundinnen" nicht nur sechs neue Fälle zu lösen gilt, sondern sich für Julie Zirbner alias Publikumsliebling Adele Neuhauser ("Tatort") auch ein lang gehütetes Geheimnis nicht länger verbergen lässt. Und natürlich ist auch die neue Dorfbewohnerin Pippa Sponring (Miriam Stein; "Goethe!") für so manche Überraschung gut.
Bei einem Setbesuch anlässlich der Dreharbeiten zur fünften der insgesamt sechs neuen 45-minütigen Folgen am Dienstag, dem 8. November 2011, in der Pfarre Oberhofen in Oberhofen am Irrsee machten es u. a. die Hauptdarsteller Adele Neuhauser, Miriam Stein, Brigitte Kren, Martina Poel, Michael Ostrowski, Raimund Wallisch sowie Regisseur Wolfgang Murnberger, Drehbuchautor Uli Brée und Produzent Kurt Stocker schon einmal so richtig spannend.
Quotenhit und Exportschlager: Andreas Prochaska und Wolfgang Murnberger inszenieren sechs neue Fälle
An der Seite der "Vier Frauen" - gespielt von Adele Neuhauser, Miriam Stein, Brigitte Kren, Martina Poel - sind in weiteren Hauptrollen u. a. Michael Ostrowski, Raimund Wallisch, Charly Rabanser, Nike van der Let, Georges Kern, Gerhard Greiner sowie in Gastrollen u. a. Ulrike Beimpold, Andreas Kiendl, Petra Morzé und Hans-Michael Rehberg zu sehen. Die sechs Folgen zur vierten Staffel der ORF-Krimiserie stammen erneut aus der Feder des Kreativduos Uli Brée und Rupert Henning ("Bauernopfer", "VITÁSEK?"). Die Idee-Vorlagen zu den Folgen kommen wie bisher auch diesmal wieder von Wolf Haas und Annemarie Mitterhofer. Für Regie zeichnen erneut Andreas Prochaska (Folgen 1-3) und Wolfgang Murnberger (Folgen 4-6) verantwortlich.
Zu sehen sind die neuen Episoden, die seit Anfang September und noch bis Mitte November im Mondseer Land im Salzkammergut gedreht werden, voraussichtlich 2012 im ORF.
Die dritte Staffel erreichte im Frühjahr 2010 in ORF eins bis zu 700.000 Seherinnen und Seher (25 Prozent). Ebenso hoch war der Marktanteil in der jungen Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen. Exportiert wurde die ORF-Serie bereits nach Deutschland und Ungarn.

Miriam Stein, Adele Neuhauser, Brigitte Kren und Martina Poel
Adele Neuhauser: Riesenspaß, Riesenfreude und Riesenglück
"Ich habe die Zöpfe hinten zusammengebunden, das weite Dirndl angezogen - es ist ein gutes Gefühl, Julie ist sofort wieder da. Das ist traumhaft, weil sie so ein guter Kontrapunkt zu dem ist, was ich bisher gemacht habe. Ich liebe Julie Zirbner. Es ist beruhigend und belebend, und es ist eine große Freude, weil die 'Vier Frauen' einfach so einen Riesenspaß machen. Die Bücher sind auch diesmal wieder so genial. Und das Team ist so zusammengeschweißt, es ist ein irres Dorf, ein unglaublich verrücktes Biotop. Und jeder ist schon so in seiner Figur gefestigt, wir können so super miteinander spielen. Das ist eine Riesenfreude, und ich hoffe, dass sich die Freude auch überträgt - eigentlich bin ich mir da sicher. Denn es passiert einiges, es beutelt Julie ziemlich, es nimmt sie ziemlich her - und das zu Recht. Es wird unglaublich turbulent. Und es ist etwas anders, als es bei den letzten drei Staffeln war. Es gibt natürlich neue Fälle, aber die Geschichten enden nicht von Folge zu Folge. Ich glaube, man wird immer wieder noch gespannter sein, die nächste Folge zu sehen", freut sich die in Athen geborene Wienerin Adele Neuhauser auf die neue Staffel.
Und weiter über die neue "vierte Frau": "Miriam kam beim Casting bei der Tür herein, und es war einfach klar. Wie bei all diesen vierten Damen haben wir auch mit ihr ein Riesenglück. Sie ist eine grandiose Schauspielerin, hat einen unglaublich schönen Humor, eine erfrischende Sicherheit, eine Natürlichkeit und Spontaneität - es ist ein sehr, sehr schönes Spielen mit ihr."
Miriam Stein: Schräg, impulsiv und mindestens genauso frech
"Ich bin total gern da und mit von der Partie. Am ersten Tag war ich so nervös wie ein Schulkind, das in eine neue Klasse kommt, aber es haben mich alle sehr freundlich willkommen geheißen, und ich fühle mich sehr wohl. Für mich war es total einfach, weil alle ihre Figuren schon haben und wissen, was sie tun. Als Neue kann man dann einfach so eintauchen und auf dieser Welle mitfließen", so die in Wien geborene und in Berlin lebende Schauspielerin Miriam Stein, die in der vierten Staffel erstmals unter die "Vier Frauen" geht. Und da gibt die 23-Jährige die neue Dorfbewohnerin Pippa Sponring, die auf der Flucht vor ihren Adoptiveltern und auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter in Ilm eintrifft. Und wie könnte es dort anders sein, gerät sie auch schon bald in Verdacht, eine Serienmörderin zu sein.
"Pippa ist zwar jünger, aber mindestens genauso frech, tough, schnell und gescheit wie die anderen, und ich finde, dass sie sehr gut zu den dreien passt. Sie ergänzen sich schon alle sehr gut, und ich habe nicht das Gefühl, dass sich Pippa klein fühlen muss. Was ihr äußeres Erscheinungsbild betrifft, liegt aber die Frage gleich auf der Hand, was die denn im Dorf Ilm will: bunt, schräg, unordentlich. Und so ist sie auch: schlampig, impulsiv, frech, laut - ein bunter Vogel. Wenn ich meinen Freunden davon erzähle, spiele ich eine Figur, die so cool ist, wie ich es selbst nie war. Und das macht total Spaß. Und sie ist eben die neue vierte Frau - und neu ist natürlich immer interessant. Da kommt jemand dazu, der in dem Dorf neue Geschichten aufrollt und deswegen auch für jede Menge Spannung sorgt", gibt Stein schon einen ersten Vorgeschmack.
Wolfgang Murnberger am Tatort Mondsee
"Es freut uns immer besonders, wenn wir mit Komparsen und Kleindarstellern aus der Umgebung zusammenarbeiten können, und das funktioniert auch sehr gut. Mir ist es immer sehr recht, wenn man die Sprache aus der Umgebung hört, und ich glaube, den Leuten macht es auch Spaß. In der Zwischenzeit kenne ich mich in der Gegend auch schon wirklich gut aus, und ich bin auch immer wieder gerne hier", so Regisseur Wolfgang Murnberger über die Dreharbeiten im Mondseer Land im Salzkammergut.
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In sechs weiteren Folgen rufen wieder Morde im idyllischen Dorf Ilm die vier Begräbnisweiber als Ermittlerinnen auf den Plan. Doch ihre traute Viersamkeit wird gestört durch einen "Kunstfehler" der Ärztin (Julia Stinshoff), die daraufhin den Ort verlässt. Gleichzeitig trifft aber eine junge Frau namens Pippa (Miriam Stein) im Dorf Ilm ein. Sie ist auf der Flucht vor ihren Eltern, da sie das gesamte private Schwarzgeld ihres Vaters von einem Schweizer Konto per Internet an eine wohltätige Vereinigung überwiesen hat. Und zusätzlich ist sie auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter, denn ihre deutschen Eltern haben sie nach der Geburt adoptiert. Ihr Erscheinen fällt mit den ersten Todesfällen zusammen, also kommt sie in den Verdacht, eine Serienmörderin zu sein. Weniger im Aussehen als im Selbstbewusstsein hat sie eine Ähnlichkeit mit Julie (Adele Neuhauser), und der Satz: "Ich glaube nicht, dass der eines natürlichen Todes gestorben ist" geht ihr auch ganz selbstverständlich über die Lippen. Und so bricht eines Tages Julies großes und tragisches Geheimnis auf und stellt sie in aller Öffentlichkeit des Dorfes Ilm bloß.
Doch alles findet wie immer seinen rechten Weg, und Pippa wird im Dorf zum akzeptierten Mitglied der sonderlichen Gesellschaft und die neue Vierte im Bunde der kriminalistischen Frauen. Im Dorfgefüge von Ilm tut sich auch einiges, seitdem Frau Nothdurfter ihrem Mann das Bürgermeisteramt abgenommen hat. Sie will dem Ort einen Stellenwert in der Tourismusszene und einen internationalen Ruf verpassen. Dazu ist ihr jede Aktion recht, ohne Gespür für Peinlichkeiten. Und der Wirt Salchegger (Charly Rabanser) plant die Aufführung der Ilmer Passionsspiele, im Gedenken an seinen Urururgroßvater, der dabei zu Tode kam. Der ehemaligen Pfarrer Raphael Dorn (Harald Schrott), der wegen seiner Beziehung zu Julie das Amt quittiert hat, soll die Hauptrolle Jesus übernehmen und findet damit endlich einen Job, der seiner Ausbildung entspricht. Und auch Franzi (Michael Ostrowski) setzt seinen Weg als Haubenkoch mit seinem Vater und ehemaligen Bürgermeister Pepperl Nothdurfter (Georges Kern) an der Seite fort und entdeckt die totale "Naturküche" als Wanderung durch den Wald.

Oliver Karbus, Petra Morze, Miriam Stein