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Dreharbeiten zur ORF-Komödie "Vatertag"
ORF/Hubert Mican Stefanie Dvorak, Alexander Pschill, Angelika Niedetzky, Maddalena Hirschal
Am Set mit Pschill, Schwarz, Niedetzky, Hirschal, Dvorak und Mendt

Smartes Rex-Herrl, verschrobener Lotto-Psychologe und jetzt auch dreifacher Filmvater: Seit Mitte Jänner steht TV-Liebling und Bühnenstar Alexander Pschill wieder für eine ORF-Produktion vor der Kamera und zeigt in der Komödie "Vatertag" eine weitere Seite seines Schauspielkönnens. Frei nach dem Motto "Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr" versucht er als leicht überforderter Papa dreier Kinder, nicht nur den familiären Alltag auf seine ganz eigene Art und Weise zu meistern, sondern auch das eine oder andere brisante Geheimnis zu wahren. Dank der Hilfe eines neu gewonnen Freundes (Simon Schwarz) erfährt Filmheld Otto alias Pschill (ab 11. März in der neuen, zweiten Staffel "Die Lottosieger" in ORF eins) schließlich, dass Familie genau das ist, was man daraus macht. Als seine drei Exfreundinnen stehen Angelika Niedetzky, Maddalena Hirschal und Stefanie Dvorak vor der Kamera. Bei einem Setbesuch im Café Urania in Wien am Mittwoch, dem 2. Februar 2011, luden die Hauptdarsteller sowie Regisseur und "Schnell ermittelt"-Macher Michi Riebl schon einmal zum "Vatertag".

Pschill, Schwarz, Mendt und Co. bis Mitte Februar vor der Kamera - 2011 im ORF

An der Seite von Alexander Pschill, der am Theater zuletzt u. a. große Erfolge in den Bühnenversionen der Glattauer-Bestseller "Gut gegen Nordwind" und "Alle sieben Wellen" feierte, und TV- und Filmkollege Simon Schwarz ("Trautmann", "Aufdecker", "Kottan ermittelt - Rien ne va plus") spielen weiters u. a. Marianne Mendt als hilfreiche Nachbarin, Angelika Niedetzky, Maddalena Hirschal und Stefanie Dvorak - alle drei als Ottos Exfreundinnen - sowie in weiteren Rollen Anna Rot ("In 3 Tagen bist du tot 2") und "Willkommen Österreich"-Gastgeber Christoph Grissemann. Regie führt "Schnell ermittelt"-Macher Michi Riebl (u. a. auch "Der Winzerkönig", "Tatort") nach einem Drehbuch von Susanne Zanke ("Bauernprinzessin"-Trilogie, "Heimat zu verkaufen") und "Soko Donau"-Autor Mike Majzen. Die Dreharbeiten zu "Vatertag" finden noch bis voraussichtlich 12. Februar an Wiener Schauplätzen - u. a. im Tiergarten Schönbrunn, am Eislaufplatz Engelmann und im Krankenhaus Hietzing - statt. Die ORF-Ausstrahlung der von DOR Film hergestellten TV-Produktion ist derzeit für 2011 geplant.

Alexander Pschill als überforderter Familienvater mit Geheimnissen


"Otto ist Vater dreier Kinder - von drei verschiedenen Frauen allerdings. Und: Die Mütter wissen nichts voneinander, und weil ein feiger Hund ist, hat er den Moment verpasst, die Wahrheit zu sagen. Die strengste und längste der Exfrauen, gespielt von Angelika Niedetzky, kommt aber dahinter und lässt die Bombe platzen", beschreibt Alexander Pschill seine Rolle. Ob ein solches Lügengebilde bei einer Patchworkfamilie in der Realität wirklich denkbar wäre? "Ich habe keine Ahnung, ich bin weder Vater noch Soziologe. Meine Erfahrung sagt mir, dass Lügen immer schlecht sind. Je eher man die Karten auf den Tisch legt und die Wahrheit sagt, umso besser ist es. Aber rein dramaturgisch gesehen wäre es sonst wohl ein ziemlich schlechter Film." Über die Dreharbeiten: "Ich habe das Buch bekommen und mich dann sehr schnell entschieden - und gemerkt, dass es kein Fehler war. Ich bin von der Besetzung so begeistert. Ich finde, die drei Schauspielerinnen und Simon Schwarz - das hätte man nicht besser treffen können. Ich habe noch nie so am Set gelacht, und ich kann, glaube ich, getrost sagen, dass Simon Schwarz der lustigste Mensch ist, den ich kenne."

Simon Schwarz: "Figur ernst nehmen"

Simon Schwarz schlüpft in die Rolle von Installateur Josef, der Otto in Sachen Kinderbetreuung unter die Arme greift und - und dafür erfährt, wie man das Leben wirklich lebt: "Josef schreibt Horoskope, liest gerne und ist Installateur von Beruf. Wegen einer Frau ist er nach Wien gezogen, doch sie wurde dann von einem anderen schwanger. Er ist eher ein ernster, schwermütiger Mensch - der erst lockerer wird, als er Otto kennenlernt." Ob Schwarz diese Charakterzüge in sich selbst wiedererkennt? "Ich bin ernst und schwermütig und eigentlich ein ruhiger Mensch - in Wirklichkeit, nicht in der Öffentlichkeit." Ob er selbst die Rolle amüsant findet? "Nur weil Komödie draufsteht, muss ich nicht Komödie spielen, denn ich muss nur eines machen: meine Figur ernst nehmen, eben ehrlich meiner Figur gegenüber sein. Was mich manchmal amüsiert, sind Satzstellungen oder Pausen, die man macht, wenn man mit jemandem spielt. Ob das eine Komödie ist oder Tragödie, ist aber egal. Gespielt werden muss immer gleich - und zwar die Figur, und die immer ehrlich. Die Stimmung am Set ist auch unabhängig davon, du kannst auch etwas ganz Ernstes oder Tragisches sehr lustig machen."

Angelika Niedetzky: "Es wird das Kind in jedem von uns ein bisschen erweckt"


Angelika Niedetzky steht als eine der drei Exfreundinnen von Otto vor der Kamera: "Hilde, die Mutter von Julia, ist die aufgeweckteste, die witzigste, wenn man so will, aber eben auch die strengste, die schließlich das Geheimnis ein bisschen aufdecken wird." Das Interessante an ihrer Rolle? "Es ist das Schöne an unserem Beruf, dass man immer etwas sein darf, das man im Privaten nicht ist. Man hat die Möglichkeit auszuprobieren, wie man sich in einer ganz anderen Rolle fühlt. Witzigerweise geht's mir gut, die Rolle macht Spaß." Über die Dreharbeiten: "Es ist ziemlich turbulent, zumal eben auch Kinder dabei sind, was für mich neu ist. Die Kinder sind, wie sie sind, natürlich, verstellen sich kaum, und manchmal springt irgendwie der Funke auf uns über, auf uns Erwachsene, und es ist eine einzige Blödelei, eine irrsinnige Gaudi, und wir werden alle bisschen kindisch. Es wird das Kind in jedem von uns ein bisschen erweckt. Das ist schön, und das gefällt mir hier."

Michi Riebl: "Eine Geschichte über eine alte Lebensweise in moderner Form aufbereitet"

"'Vatertag' ist eine entzückende Komödie mit wirklich guten Schauspielern. Es ist eine Geschichte über eine alte Lebensweise in moderner Form aufbereitet", gibt Regisseur Michi Riebl schon einen ersten Vorgeschmack. "Es ist ein Film über einen leichtlebigen Mann, der nicht recht erwachsen geworden ist, der sich aber sehr um seine Kinder kümmert. Der Reiz war für mich, einmal eine Komödie zu machen. Der Stoff erinnert mich an meine Jugend, und ich wollte diese Geschichte in die Jetztzeit bringen. Wenn man wie ich über 50 ist, dann muss man Dinge machen, die einem Freude bereiten, man muss die Zeit genießen und darf sich nicht ärgern. Das trifft auf diesen Dreh voll zu."

 

 
Die Dreharbeiten gehen in Wien - u. a. im Tiergarten Schönbrunn, am Eislaufplatz Engelmann und im Krankenhaus Hietzing - über die Bühne.

"Vatertag" (AT) ist eine Produktion der DOR Film im Auftrag des ORF.


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