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ORF-Jugendserie mit Migrationshintergrund
tschuschen:power
© ORF


 


 


Zehn Wiener Migrantenkids voll im Leben

Geballte "tschuschen:power" ab 30. März 2009 im ORF: Dann geht die gleichnamige neue Miniserie des letztjährigen Diagonale-Preisträgers Jakob M. Erwa ("Heile Welt") in ORF 1 an den Start. Darin suchen zehn Wiener Teenager mit unterschiedlichem Migrationshintergrund ihren Platz im Leben und Halt in der Gesellschaft.

Selbstbewusst und "cool" versuchen sie die Stadt zu erobern und fallen dabei manchmal ordentlich auf die Nase. Doch zunächst träumen die fünf Burschen der Truppe davon, bei einem Breakdance-Bewerb mitzumachen und zu gewinnen. Und dazu brauchen sie einen Namen: "tschuschen:power"!

Die beiden Pilotfolgen der neuen fünfteiligen Jugendserie, die von der Novotny & Novotny Filmproduktion hergestellt wird, entstanden im Sommer 2007 und wurden im Rahmen des Diagonale-Festivalprogramms am Mittwoch, dem 2. April 2008, in Graz uraufgeführt. Die drei weiteren Episoden wurden im Sommer 2008 abgedreht.


Konzept und Regie des 25-minütigen TV-Formats stammen von Jakob M. Erwa. Das Drehbuch dazu verfasste der 26-jährige Nachwuchsstar des österreichischen Films gemeinsam mit dem Osttiroler Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerb-Preisträger 2007, Thomas Reider.

Laiendarsteller in Hauptrollen

"tschuschen:power" erzählt – getragen von einem positiven Grundton – von einer jungen Clique aus dem Wiener Migrantenmilieu, von ihren unterschiedlichen Lebenswelten, ihrem Alltag und der Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt und Herkunft. Wien ist ihre Heimat und die Gruppe bzw. die Freundschaften innerhalb der Clique bietet ihnen Halt, wenn es Stress in der Schule, mit den Eltern oder der ersten Liebe gibt. Gemeinsam verbringen die Kids ihre Freizeit, haben Spaß, bewältigen aber auch anstehende Probleme.

Das Besondere daran: Die Hauptrollen wurden nach einem umfangreichen Castingverfahren von Laiendarstellern besetzt – ein authentisches Konzept, mit dem Filmemacher Jakob M. Erwa bereits bei seinem preisgekrönten Langfilmdebüt "Heile Welt" erfolgreich war.

Auch bei "tschuschen:power" spielen in weiteren Rollen Schauspielprofis – u. a. Alexander Lutz, Beatrix Brunschko, Reinhard Nowak oder Dennis Cubic.

© ORF
Ulas Aksit ("Selim"), Yunus Evren ("Rafet"), Kamyar Ketabian ("Karim"), Nikolai Gemel ("Xaver"), Ermeas Kaza ("Jamal"), Sascha Cerimovic ("Milan")


Erwas Kids: Auftreten, Unbefangenheit, Talent und Persönlichkeit

Die jugendlichen Hauptdarsteller – bestehend aus einer sechsköpfigen Burschen- und einer fünfköpfigen Mädchenclique – hat Filmemacher Jakob M. Erwa großteils über ein mehrmonatiges Casting entdeckt. "Aus 'Heile Welt' habe ich die Erfahrung mitgenommen, dass eine Gruppe jugendlicher Darsteller, wie ein Sack Flöhe, eine Herausforderung sein kann, dass sie aber – richtig gecastet und gut besetzt – eine enorme Bereicherung für den Film bringen", erklärt Erwa.

Vorerst suchte der 26-jährige Jungregisseur seine Schauspieltalente in Street- und Massencastings, um unter ihnen die Teilnehmer der darauffolgenden Castingrunden zu finden. "Dabei setzte ich in erster Linie auf ein interessantes Auftreten, Unbefangenheit vor der laufenden Kamera, Talent und Persönlichkeit. Das sind in meinen Augen die Aspekte, die einen guten Laiendarsteller ausmachen. Man musste vorerst keine Technik mitbringen, sondern viel mehr als Typ interessant und im Spiel authentisch sein", so Erwa.

Weiters kam dazu, dass die Darsteller drehbuchspezifische Rollenanforderungen erfüllen mussten: Ein gewisses Bewegungstalent, da Breakdance in der Serie eine wichtige Rolle spielt, war ebenso wichtig wie unterschiedliche Herkünfte und Nationalitäten.

Das Produktionsteam wurde an zahlreichen Locations – u. a. in Discos und bei Tanzwettbewerben – fündig. In mehreren sogenannten Recall-Runden mussten sich 60 von mehr als 600 Castingbewerben beweisen. In weiterer Folge wurde die Anzahl verkleinert, bis Erwa schließlich seine Topbesetzung hatte.

© ORF
Ulas Aksit ("Selim"), Ermeas Kaza ("Jamal"), Regisseur Jakob M. Erwa, Nikolai Gemel ("Xaver")



 

 
Jugendserie mit Migrationshintergrund

ORF-Sendestart:
In fünf Folgen von
Mo 30. März - Fr 3. April 2009
jeweils 17.20 Uhr, ORF 1

5 x ca. 25'

Eine Produktion des ORF, hergestellt von Novotny & Novotny Filmproduktion

Drehbuch:
Jakob M. Erwa, Thomas Reider

Konzept und Regie:
Jakob M. Erwa

Dreharbeiten:
Folgen 1+2 im Herbst 2007, 3–5 im Sommer 2008

Drehort: Wien

ORF-Sendestart:
Montag, 30. März 2009
Montag bis Freitag, jeweils 17.20 Uhr, ORF 1

Samstag, 4. April,
ab 13.10 Uhr, ORF 1:

Wiederholung aller fünf Folgen mit anschließendem Making-of um 15.30 Uhr


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