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"Action!" auf Burg Kreuzenstein: "Tore der Welt" entstehen in Niederösterreich |

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Dreharbeiten zu weiterer topbesetzter internationaler Ken-Follett-Bestsellerverfilmung mit ORF-Beteiligung
Der Duft von Weihrauch, das Licht einer Fackel, Pferdewagen und ein Dutzend Ritter beim Schwertertraining - das niederösterreichische Leobendorf öffnet seit Donnerstag, dem 13. Oktober 2011, die "Tore der Welt", führen die Dreharbeiten zu einer weiteren internationalen Ken-Follett-Bestsellerverfilmung mit ORF-Beteiligung neben Ungarn und der Slowakei auch nach Österreich. Und so wird Burg Kreuzenstein drei Tage lang zur Kulisse des mittelalterlichen Westminster Palace, in dem geliebt, gelitten und gemordet wird.
Einen Einblick in dieses opulente Fernsehspektakel, bei dem rund 90 Schauspieler, 200 Crewmitglieder und Tausende Statisten mitwirken, gaben bei einem Setbesuch am Freitag, dem 14. Oktober, auf Burg Kreuzenstein u. a. die Darsteller Peter Firth, Aure Atika, Hannes Jaenicke und Oliver Jackson-Cohen sowie Produzentin Rola Bauer.
 Burg Kreuzenstein
Rola Bauer: "Ich liebe Fernsehen"
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 Burg Kreuzenstein
 Sarah Gadon
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Produzentin Rola Bauer, die sich auf Buchadaptionen und internationale Großproduktionen für das Fernsehen - vor allem in den Genres historisches Abenteuer oder Science-Fiction - spezialisiert hat und für die beiden ORF-Koproduktionen "Die Säulen der Erde" sowie "Labyrinth" - die Dreharbeiten finden derzeit in Südfrankreich und Südafrika statt - verantwortlich zeichnet, hat erstmals mit ca. 20 Jahren ein Werk von Ken Follett gelesen: "Ich liebe Fernsehen, und es hat mir immer schon gefallen, durch die Kamera einen Blick in die Welt zu werfen. Die Themen, die wir für unsere Produktionen suchen, sind große Geschichten. Für die 'Tore der Welt' haben wir in Michael Caton-Jones den besten Partner gefunden - ich könnte mir keinen besseren Regisseur wünschen. Er ist enorm engagiert, hat eine Vision und bringt die Geschichte auf eine andere Ebene."
Die Wahl der Schauspieler erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Regisseur und den produzierenden Sendern. Die Wahl der Drehorte ist u. a. abhängig vom "Look", so Rola Bauer. Und so führen die Dreharbeiten diesmal sogar in eine slowakische Kathedrale, in der bisher noch nie gedreht worden ist.
"Mein Wunsch sind gute Geschichten, die richtigen Partner, um diese auf die Beine zu stellen, und ein Publikum, das sich mit der Geschichte bewegt. Es macht einfach Spaß - und es ist wie ein Puzzle, den Stoff eines Romans auf acht Stunden zu bringen."
Neben US-Star Cynthia Nixon ("Sex and the City"), dem britischen Golden-Globe-Preisträger und Oscar-Nominee Peter Firth (Sidney Lumets Drama "Equus - Blinde Pferde") und der Österreicherin Nora von Waldstätten sind in weiteren Rollen unter der Regie von Michael Caton-Jones ("Der Schakal") u. a. Miranda Richardson ("Harry Potter"), Ben Chaplin ("Das Bildnis des Dorian Gray") auch Kostja Ullmann und Hannes Jaenicke zu sehen.
Die Dreharbeiten finden u. a. mit Unterstützung des Landes Niederösterreich u. a. auf der Burg Kreuzenstein statt.

Dreharbeiten Anfang Oktober 2011 in Ungarn
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 Rupert Evans
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"The King! The King is here!" tönte es am Montag, dem 3. Oktober 2011, über den Marktplatz der fiktiven englischen Stadt Kingsbridge. Denn im ungarischen Goboljaras, unweit von Budapest, wurde am Rad der Zeit gedreht, entstehen doch seit Juli und noch voraussichtlich bis Mitte Dezember vor einer imposanten Kulisse und auf einem mehr als einem Hektar großen Gelände die "Tore der Welt".
Die vierteilige topbesetzte, internationale Ken-Follett-Bestsellerverfilmung mit ORF-Beteiligung (voraussichtlich 2012 im TV) führt nach dem großen Erfolg von "Die Säulen der Erde" erneut ins Mittelalter, in eine Zeit, die von dramatischen Unruhen, der Willkür der Mächtigen sowie Neid und Missgunst geprägt war.
Bei einem Setbesuch gingen u. a. US-Star Cynthia Nixon ("Sex and the City"), die Österreicherin Nora von Waldstätten und der britische Golden-Globe-Preisträger und Oscar-Nominee Peter Firth auf eine - zumal grausame - Reise in die Vergangenheit, drehte sich doch alles um eine große öffentliche Hinrichtungsszene.
Cynthia Nixon: "Das Interessante ist, in die Vergangenheit einzutauchen, weil das Leben so anders war."
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 Cynthia Nixon
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Emmy-Preisträgerin und Golden-Globe-Nominee Cynthia Nixon, die dem Fernsehpublikum aus der US-Kultserie "Sex and the City" als Anwältin Miranda Hobbes bekannt ist, spielt Petranilla, die durchtriebene und attraktive Mutter von Godwyn (Rupert Evans), der infolge ihrer Intrigen schließlich zum Prior gewählt wird: "Ich liebe 'Sex and the City', ich liebe Miranda, und ich bin stolz und froh, sie immer bei mir zu haben. Und ich denke, Petronilla hat mit Miranda so einiges gemeinsam: Sie ist sehr klug, sehr stark und sehr ehrgeizig. Aber der große Unterschied zwischen den beiden ist, dass Miranda in der heutigen Zeit diese Dinge offen lebt, während Petronilla nur vorgibt, etwas anderes zu sein und ihren Ehrgeiz und ihre Stärke versteckt."
Was fasziniert an dieser Produktion?
"Das Interessante ist, in die Vergangenheit einzutauchen, weil das Leben so anders war." Über die Dreharbeiten in Budapest: "Als ich im Sommer hierhergekommen bin, habe ich Budapest nicht unbedingt aus filmtechnischer Sicht, sondern eher als Tourist gesehen. Aber jeder hat mir gesagt, dass es das Paris von Osteuropa ist, und ich denke, dass das stimmt."
Was sich die Zuseherinnen und Zuseher erwarten dürfen?
"Sowohl das Buch als auch der Film geben einen Vorgeschmack darauf, wie das Leben damals gewesen sein muss: Die unglaubliche Macht des Adels - das Landvolk hatte so wenig Macht, wenn ihnen Unrecht getan wurde. Der Aufstieg der Mittelschicht und wie sie es schließlich langsam geschafft hat, einen Gegenpart zum Adel auf der einen und zur Kirche auf der anderen Seite zu bilden."
Nora von Waldstätten: "Geht nicht - gibt's nicht!"
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 Nora von Waldstätten
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Die in Wien geborene Nora von Waldstätten ("Carlos - Der Schakal", "Schwerkraft") spielt Gwenda, die Tochter eines Tagelöhners, die trotz der Rechtlosigkeit ihres Standes nie den Lebensmut verliert und kämpferisch ihre Ziele verfolgt.
"Gwenda hat einen deutschen Vater, ist aber schon recht früh mit ihm und ihrem Bruder nach England gereist. Sie ist eine Figur, die den denkbar schlechtesten Start im Leben hatte: Ihr Vater ist sehr gewalttätig und übergriffig, sie hat kein Geld, kein Zuhause - und es ist etwas wahnsinnig Schönes, dass sie sich Stück für Stück ihr Leben, ihre Identität, ihre Wurzeln erarbeitet. 'Geht nicht - gibt's nicht!' - das ist ihr Motto. Gwenda ist eine sehr starke Figur, die einen großen Glauben und einen großen Drang hat, Dinge zu verändern. Und tatsächlich wird sie im Verlauf der Geschichte einen Bauernaufstand anführen. Sie ist eine tolle Figur, die viel mitmacht. Und wann immer sie in ihrem Leben etwas erreicht, haut sie das Leben wieder drei Schritte zurück. Viele blaue Flecken, aber sie schafft es. Sie ist eine starke Frau, und es macht sehr viel Spaß. Sie verlangt sehr viel von mir, aber sie gibt mir auch sehr viel."
Und weiter über Dreharbeiten:
"Es ist wahnsinnig schön, über eine so lange Zeit in die Geschichte einzutauchen. Und es ist schön, mit dem Team und den Schauspielern auf eine so lange, gemeinsame Zeit zurückgreifen zu können. Für mich ist es inspirierend und bereichernd, mit Kollegen aus anderen Ländern arbeiten zu dürfen. Denn es ist schon eine Herausforderung, so lange nicht zu Hause zu sein, aber wir halten zusammen. Budapest ist eine wahnsinnig schöne Stadt, und der Film macht unglaubliche Freude."
Ken Follett ist dafür bekannt, in seinen Romanen Drama mit viel historischer Information zu verbinden. Worum es vorrangig in der Verfilmung geht?
"Um alles. Aber in der Tat: Follett vermittelt wahnsinnig gut ein Zeitgefühl und ist wahnsinnig genau und hat bis in die kleinsten Details recherchiert. Und was hier so spannend ist, ist, dass wir uns langsam aus dem dunklen Mittelalter rausarbeiten, dass medizinisches Wissen zum Thema gemacht wird, dass die Bauern, die unglaublicher Willkür ausgesetzt sind, beginnen, ihre Macht zu verstehen, den König zu tragen. Die Kirche ist natürlich ein großes Thema, wie auch die Stellung der Frau. Das war auch Teil meiner Vorbereitungen."
Ob es auch etwas gibt, das sie sich aus dieser Zeit für Heute wünschen würde? "Das Leben war wesentlich simpler - es gab nicht so viel Ablenkung, nicht so viele Bedürfnisse, die geschürt werden."
Peter Firth: "Wie in Disney Land"
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 Peter Firth
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Golden-Globe-Preisträger und Oscar-Nominee Peter Firth (Sidney Lumets Drama "Equus - Blinde Pferde") ist in der Rolle von Sir Roland zu sehen, der als gewissenloser und leidenschaftlicher Anhänger von Königin Isabella die benachbarte Grafschaft Shiring unterwirft, indem er den regierenden Grafen als Verräter hinrichten lässt. Rolands Liste der Männer, die den alten König unterstützen, ist lang, und alle werden gehängt.
"Wir sind gerade bei der Hälfte - das ist eine lange Zeit, und es liegt noch ein weiter Weg vor uns, aber es läuft gut, es sieht fantastisch aus, und wir alle sind zufrieden. Man kann es nie wissen, bis es dann zu spät ist, denn jedes Projekt beginnt mit den besten Vorhaben, aber nicht alle lassen sich auch so verwirklichen. Wie schon William Goldman sagte: Niemand weiß irgendwas. Aber es fühlt sich fantastisch an, wir arbeiten mit einem großartigen Regisseur, und der internationale Cast ist großartig", so der Brite Peter Firth über die Dreharbeiten, die täglich an die zwölf Stunden dauern können und den Schauspielern in den Kostümen in der Herbstsonne so manches abverlangen.
Über seine Rolle:
"Ich bin ein Bösewicht. Er ist ein ganz normaler Mann, der ein großes Verlangen hat, sich selbst gesellschaftlich höher zu stellen. Er ist mordlustig, ehrgeizig und skrupellos, und er würde alles dafür tun, um seine Stellung zu verbessern.
Und weiter über die Faszination der Bestsellerverfilmung:
"In erster Linie ist es Unterhaltung, aber es geht auch um die historischen Details - soweit das möglich ist, wenn man einen Blick 700 Jahre zurückwerfen möchte. Aber das ist doch auch das Schöne an diesem Medium: Dass man die Lizenz dafür hat, eine Realität zu schaffen, die man selbst erfunden hat. Niemand weiß es wirklich, und niemand kann wirklich sagen, dass es so passiert ist. Und das kann unterhaltsamer sein, als es die Realität gewesen ist."
Ein besonderer Moment während der Dreharbeiten? "Jeden Tag passiert etwas Besonderes. Aber der Höhepunkt der Geschichte ist der Einsturz der Brücke. Das war wirklich spektakulär, als 700 Menschen auf einer Brücke waren, die einstürzt - und die dann gleich wieder aufgestellt werden kann - wie in Disney Land."
Wie auch bereits bei "Die Säulen der Erde" wird das Team rund um Hollywood-Regisseur Michael Caton-Jones ("Der Schakal") seine Zelte - neben Ungarn und der Slowakei - auch wieder in Österreich aufschlagen.

Mehr zum Inhalt
"Die Tore der Welt" spielt wie "Die Säulen der Erde" in der fiktiven englischen Stadt Kingsbridge, jedoch zwei Jahrhunderte später. Es ist erneut eine Zeit dramatischer Unruhen. Die englische Krone stürzt sich Mitte des 14. Jahrhunderts in den verhängnisvollen Hundertjährigen Krieg mit Frankreich - und damit nicht nur Kingsbridge in große Not. Der immer kostspieliger werdende Feldzug und die zum ersten Mal in verheerendem Maße auftretende Pest sind nur die äußeren Faktoren, die die Stadt an den Rand des Ruins treiben. Auch die mörderischen Ränkespiele von Klerus und Adel um Macht und Pfründe fordern ihre Opfer. In diesem Chaos kämpft mit der schönen Kaufmannstochter Caris (Charlotte Riley) eine starke Frau um ihre Selbstverwirklichung, ihre Liebe und die Freiheit der Stadt von der Willkür der Mächtigen.
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"Tore der Welt" werden von TANDEM Communications, gemeinsam mit Scott Free Films, Take 5 Productions und Galafilm unter Beteiligung von ProSiebenSat.1-TV Deutschland, Cuatro (Spanien), Sky Italia (Italien) und ORF als vierteiliger TV-Event umgesetzt.
2012 im ORF
Die Ausstrahlung ist für 2012 im ORF geplant. |
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