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"Schnell ermittelt" erstmals 90 Minuten lang
Fotocredit: ORF/Petro Domenigg
Manuel Rubey, Wolf Bachofner, Ursula Strauss


 


 

Fotocredit: ORF/Petro Domenigg
Ursula Strauss, Michi Riebl, Andreas Lust


Dreharbeiten zu ORF-Serienhit in Spielfilmlänge mit Strauss, Bachofner, Lust, Straßer, Rubey, Stipsits und Maertens

Doppelt so lang und mindestens genauso gut: Angelika Schnell ist zurück! Nicht nur mit einem Millionenpublikum beim großen Staffelfinale ist "Schnell ermittelt" längst Kult geworden. Nun findet der ORF-Serienhit eine Fortsetzung, und das erstmals gleich in Spielfilmlänge. In 90 Minuten gilt es für Ursula Strauss und ihr Ermittlerteam in einem komplexen Fall rund um Gewalt gegen Frauen die Frage der "Schuld" - so auch der Titel des 90-Minüters - zu klären. Ein Fall, der bis in die höchsten politischen Kreise in Guatemala hineinreicht. Ein Fall voller Angstgefühle und Schmerz.

Bei einem Setbesuch an ihrem letzten Drehtag gaben Ursula Strauss, Wolf Bachofner, Andreas Lust, Manuel Rubey, Elisabeth Trissenaar und Regisseur Michi Riebl am Mittwoch, dem 9. Mai 2012, in Wien-Hietzing schon einen ersten Ausblick.

Ursula Strauss: "Ein ganz anderes Erlebnis"

"Ich liebe die Rolle der Angelika Schnell nach wie vor, eine toughe Figur, die alles darf. Ich lerne viel von Angelika Schnell, ohne aber mit ihr zu verschmelzen. Und der 90-Minüter ist eine sehr komplexe Story. Es geht um Gewalt gegen Frauen, um Vergangenheitsbewältigung, so viel kann ich schon einmal verraten." Der Unterschied zum Seriendreh? "Serien zu spielen bedeutet ein irrsinniges Tempo. Beim 90-Minüter komme ich mehr zum Durchatmen. Das Spielen bleibt das Spielen, die Figur bleibt die Figur, aber für mich ist es ein ganz anderer Weg, ein ganz anderes Erlebnis."

Wolf Bachofner als interimistischer Chefinspektor

"Ich bin interimistischer Chefinspektor. Die berufliche und familiäre Situation bei Angelika Schnell nach dem Erwachen aus dem Tiefschlaf ist eine schwierige Situation, für die sie nichts kann, die aber zu kleinen Spannungen führt. Die haben aber keine Auswirkungen auf unsere Zusammenarbeit", gibt Harald Franitschek alias Wolf Bachofner einen Vorgeschmack. Wie es ihm bei den Dreharbeiten zum 90-Minüter ergeht? "Ein entspanntes Arbeiten, weil man sich noch mehr auf eine Geschichte fokussieren kann. Hier kann man sich einer Aufgabe und einem Fall noch viel intensiver widmen. Aber es ist natürlich unser Bestreben, trotz doppelt so viel Zeit dieselbe Dichte zu bewahren. Und es ist nach wie vor ein fast begeisterndes Gefühl, mit diesem Team zu drehen. Ein tolles Arbeiten - und natürlich schön, dass es auch erfolgreich ist."

Andreas Lust: Eine neue berufliche Herausforderung und in der Liebe wird "weiter geköchelt"

Beruflich gibt es für Stefan Schnell alias Andreas Lust eine neue Herausforderung: "Ich beginne an der Uni zu unterrichten. Ein Haufen Studenten, ein neues Betätigungsfeld, das mir sehr großen Spaß macht." Und wie es Sachen Liebe weitergeht? "Es wird weiter geköchelt. Natürlich verbringen die beiden schon der Kinder und der Arbeit wegen ein gemeinsames Leben. Aber ich habe das Gefühl, dass man sich nun anders begegnet. Es hat sich etwas im Bewusstsein verändert. Die Weichen für die Zukunft sind jedenfalls ganz gut gestellt."

Manuel Rubey zum zweiten Mal bei "Schnell ermittelt"

Noch nie kam es vor, dass einer der Episodendarsteller schon zweimal an der Seite des bewährten "Schnell ermittelt"-Teams zu sehen war. Manuel Rubey, der in "Schnell ermittelt" bereits in einer Gastrolle zu sehen war, steht nun zum bereits zweiten Mal für die ORF-Produktion vor der Kamera. "Ich spiele einen erfolgreichen Architekten, der ein schwieriges Verhältnis zu seiner Mutter hat - und in den Kreis der Verdächtigen fällt. Überreden musste man mich zu der Rolle nicht. Denn ich finde, 'Schnell ermittelt' ist eine der großen Ausnahmen: Die Serie kann sich im Mainstream behaupten, und es gibt nichts Schöneres, als noch einmal dabei sein zu können. Ich hätte sogar Lust dazu, zum Beispiel als Sonderermittler eingeführt zu werden, um noch länger dabei bleiben zu können."

Fotocredit: ORF/Petro Domenigg
Elisabeth Trissenaar, Ursula Strauss, Wolf Bachofner, Andreas Lust, Manuel Rubey

Neben dem bewährten Team mit Ursula Strauss, Wolf Bachofner, Andreas Lust und Katharina Straßer sowie Morteza Tavakoli, Fiona Hauser, Simon Morzé und Helmut La stehen diesmal unter der Regie von Michi Riebl u. a. auch das Kabarettistenduo Manuel Rubey und Thomas Stipsits (beide auch voraussichtlich im Herbst in "Braunschlag" zu sehen) sowie Michael Maertens, Simonetta Solder und Elisabeth Trissenaar vor der Kamera. Für das Drehbuch zum ersten 90-Minüter zeichnet die in Berlin lebende Wienerin Verena Kurth verantwortlich, aus deren Feder auch der Großteil der Drehbücher zu den 45-minütigen "Schnell ermittelt"-Folgen stammt.

Fotocredit: ORF/Petro Domenigg
Ciro de Chiara, Ursula Strauss, Kameramann Marcus Kanter, Michi Riebl, Andreas Lust, Simonetta Solder

Mehr zum Inhalt

Angelika Schnell (Ursula Strauss) ist zurück. Wie sie allerdings zurück ist, das weiß nicht einmal sie selbst so ganz genau. Und sie weiß auch nicht, ob sie überhaupt zurück sein will. Am Ende einer Auszeit, die sie sich gegönnt hat, steht außerdem eine interne Anhörung, die die Schuld von Oberst Schuster (Markus Hering), der Angelika durch einen Schuss schwer verletzt hat, ein für alle Mal klären soll.

Franitschek (Wolf Bachofner), der in Angelikas Abwesenheit zum Chefinspektor aufgestiegen ist, und Maja (Katharina Straßer), die neue alte Kollegin an seiner Seite, möchten auch endlich wissen, ob Angelika jetzt wieder Chefin sein wird oder nicht - denn es ist einfach mehr Arbeit, wenn sie nicht das tut, was sie sonst so getan hat.

Auch das Polizeipräsidium drängt und will seine beste Kraft zurück. Und da Angelika dann doch nichts anderes vorhat, tut sie das, was sie am besten kann: sich in einen Fall von häuslicher Gewalt einmischen, der bei näherer Betrachtung aber gar nicht so häuslich ist, sondern bis in die höchsten politischen Kreise in Guatemala hineinreicht. Schnell ist Angelika mit brutal misshandelten Frauen konfrontiert und mit einem Psychiater, der in seinen Klienten vor allem Versuchskaninchen für seine selbst ernannt brillanten Theorien sieht. Und im Auge dieses Sturms steht die Ärztin und Frauenaktivistin Ana Sofia Pinero (Simonetta Solder), die sich von einem früheren Peiniger verfolgt fühlt und deren blanke Angst sie zu Angelika führt. Doch Angelika sieht in den Augen dieser Frau weit mehr als nur Angst. Sie sieht Schmerz. Und sie sieht Schuld.

 

 
Schnell ermittelt - Schuld

1 x 90'

Eine Produktion des ORF, hergestellt von MR-Film

Drehbuch: Verena Kurth
Regie: Michi Riebl

Dreharbeiten:
11. April bis 9. Mai 2012
Drehorte: Wien und Umgebung

ORF-Sendetermin:
voraussichtlich 2013, ORF eins


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