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Setbesuch bei der ORF/Sat.1-Komödie "Plötzlich fett"
Fotocredit: ORF/Hubert Mican
Diana Amft, Daniel Keberle

Mit u. a. Diana Amft, Sebastian Ströbel, Julian Weigend und Daniel Keberle

Mit ihrer Rolle als Inken in der Teenie-Komödie "Mädchen, Mädchen" und deren Fortsetzung "Mädchen, Mädchen 2 - Loft oder Liebe" wurde sie bekannt. Als Gretchen Haase avancierte sie in der mehrfach preisgekrönten ORF/RTL-Erfolgsserie "Doctor's Diary" zum großen Publikumsliebling.

Seit 7. März und bis 6. April 2011 ging Romy-Nominee Diana Amft (zuletzt mit dem Vienna Filmball Award ausgezeichnet) durch dick und dünn, liefen doch die Dreharbeiten zur brandneuen ORF/Sat.1-Komödie "Plötzlich fett" (AT) auf Hochtouren. Mit Fatsuits an den Hüften und von den berühmten Maskenbildnern Dennis Penkov und Barney Nikolic ("Harry Potter", "Rammstein") auch im Gesicht entsprechend "aufgefettet" kam es für Amft und Schauspielerkollege Sebastian Ströbel ("Mein Flaschengeist und ich", "Mädchen, Mädchen 2 - Loft oder Liebe", "Isenhart") ganz dick.

In Anwesenheit von ORF-Film- und Serienchefin Dr. Andrea Bogad-Radatz, Koproduzent Kurt Stocker, Producerin Isabelle Welter, Regisseur Holger Haase ("Doctor's Diary", "Bollywood lässt Alpen glühen") sowie Stefan Hahn von der Fernsehfilmförderung des Filmfonds Wien gaben bei einem Setbesuch im Hotel Meridien in Wien neben Amft und Ströbel die beiden Austro-Mimen Julian Weigend ("Die Wanderhure", "Lilly Schönauer") und Daniel Keberle schon erste Einblicke.

Fotocredit: ORF/Hubert Mican
Regisseur Holger Haase, Daniel Keberle, Diana Amft, Sebastian Ströbel, Julian Weigend.

ORF-Film- und Serienchefin Dr. Andrea Bogad-Radatz: "Fitnesswahnsinn amüsant aufs Korn nehmen"

Dr. Andrea Bogad-Radatz: "'Plötzlich fett', respektive fit und schlank zu sein, ist nicht nur zu Frühlingsbeginn ein Riesenthema. Diana Amft für diese Komödie als Hauptdarstellerin zu gewinnen ist dann schon der Superjoker. Mit einem sehr guten Cast - Sebastian Ströbel, Julian Weigend, Cornelius Obonya, Wolfram Berger u. a. - gelingt es in diesem Film, den Fitnesswahnsinn sehr amüsant aufs Korn zu nehmen und außerdem eine berührende Liebesgeschichte zu erzählen."

Diana Amft: "Ausnahmsweise ist mal ein Mann länger in der Maske als eine Frau"

Diana Amft schlüpft in die Rolle der üppig ausgestatteten Eva, deren Leben sich schlagartig ändern soll. Erfahrung mit Fatsuits hat Amft bereits aus "Doctor's Diary".

Wie sie sich aber nach mehr als vier Stunden in der Maske fühlt: "Es fühlt sich so an, als wenn ein bisschen mehr am Gesicht hängen würde als sonst, aber es ist nicht unangenehm. An einem Spiegel vorbeizugehen ist aber wirklich ungewohnt. Sebastian Ströbel im Fatsuit sieht echt unglaublich aus. Den hat es wirklich erwischt. Da bin ich echt noch ein kleines Elflein dagegen. Wenn der Sebastian nicht so ein lieber Kerl wäre, könnte ich mir wohl so ein bisschen Schadenfreude nicht verkneifen, dass ausnahmsweise mal ein Mann länger in der Maske ist als eine Frau."

Ob sie Parallelen zu ihrer Rolle in "Doctor's Diary" sieht? "Das ist Zufall. Ich kann nicht sagen, ob man bei der Rolle tatsächlich wegen 'Doctor's Diary' an mich gedacht hat, aber es ist eine komplett andere Figur. Eva hat überhaupt kein Problem mit ihrem Gewicht, was bei Gretchen ganz anders war. Sie ist im Grunde genommen sehr glücklich und zufrieden mit sich und ihrem Leben. Als sie plötzlich dünn wird, bleibt ihr Wesen dasselbe. Ihr wird nur bewusst, wie stark doch die Wirkung nach außen eigentlich ist, wie unterschiedlich die Leute darauf reagieren, wenn jemand schlanker ist oder eben ein bisschen mehr an den Hüften hat. Und das erschreckt sie eigentlich auch. Sie bekommt mehr Aufmerksamkeit, die Leute sind oft freundlicher zu ihr, aber vielleicht aus falschen Tatsachen, aus falschen Gründen - und das nervt sie."

Über die Dreharbeiten in Wien: "Es gab schon ein paar freie Tage, wo ich durch die Stadt gestreift bin. Ich genieße Wien in vollen Zügen." Ob Amft, die während Dreharbeiten gerne auch zu etwas Süßem greift, schon in den Genuss der Wiener Küche gekommen ist? "Mozartkugeln finde ich schon echt klasse. Und es gibt viele Sachen, die ich hier noch ausprobieren möchte, schon allein deshalb, weil ich den Namen lustig finde. Was sind zum Beispiel Palatschinken? Das Lustigste finde ich mit Abstand die 'Eitrige'. Wahnsinn, wie kann man das so nennen und dann auch noch essen? Aber daran sieht man doch, dass die Österreicher einen ganz guten Humor haben. Und ich muss das echt einmal probieren."

Sebastian Ströbel in Fatsuit und Spezialmaske

Sebastian Ströbel ist als der bekennende Körperfetischist Nick zu sehen, der dicke Menschen hasst. Seinen Job als Geschäftsführer eines Fitnesstempels übt er mit Leib und Seele aus. Doch dann kommt es für ihn plötzlich ganz dick: "Heute habe ich ausnahmsweise meinen schlanken Tag", so Ströbel. "Aber ich würde sagen, dass ich von 25 Tagen wahrscheinlich 21 in einem Fatsuit und in der Spezialmaske unter Silikon vergraben bin. Der Fatsuit an sich ist gar nicht einmal so schwer, aber vor allem bei Innendrehs oder wenn viel körperliche Bewegung dazu kommt, dann wird es da schon wirklich warm. Er ist aus Watte und verschiedenen Schichten gemacht. Den Fatsuit habe ich mittlerweile in zehn Minuten an, das ist Übungssache. Aber die Gesichtsmaske dauert vier Stunden. Die Zeit nütze ich dann, um mich mental auf den Tag vorzubereiten. Schließlich muss ich dann vier Stunden lang still sitzen, wenn ich beklebt, bepinselt und hergerichtet werde."

Julian Weigend: "Gesund ist, wer sich selbst wohl fühlt"

Der Steirer Julian Weigend ist in der Rolle von Denis Hellmann zu sehen, der gemeinsam mit Nick alias Sebastian Ströbel ein Fitnesscenter betreibt - und noch so manches im Schilde führen wird: "Ich spiele einen sehr aufrichtigen Kerl, der mit seinem Kumpel Nick mit großem Fleiß und Engagement etwas auf die Beine stellt, was dann aber aus dem Ufer läuft. Das Verhältnis Nick - Denis beginnt dadurch zu bröckeln."

Über den Hintergrund des Films: "Wir erzählen eine Komödie, die tiefer geht. Fettleibigkeit ist die Volkskrankheit Nummer eins. Auf komödiantische Art und Weise zu thematisieren, wie man damit umgeht, ist spannend. Wir werden in unserer Gesellschaft oft nach Äußerlichkeiten bewertet. Letztendlich geht es aber darum, eine Menschlichkeit zu entwickeln und zu leben, und egal, wer vor einem steht, nicht zu werten. Jeder hat aber auch eine Eigenverantwortung für Figur und Ernährung. Allerdings hat jede Medaille zwei Seiten, und man bekommt vorgelebt, wie man zu sein hat. Als Teenie, wenn man noch nicht so gefestigt ist, ist man versucht, ein bestimmtes Schönheitsbild anzusteuern. Gesund ist, wer sich selbst wohl fühlt. Das ist eine Message dieses Films."

Holger Haase: "Wahre Schönheit kommt von innen"

Inszeniert wird "Plötzlich fett" von Holger Haase, der auch für die beiden ORF-Koproduktionen "Doctor's Diary" und "Bollywood lässt Alpen glühen" verantwortlich zeichnet. Wie man die Balance zwischen ernsten Themen und Komödie hält? "Die Zauberformel lautet: Nimm deine Figuren zu 200 Prozent ernst. Jede Komödie ist in Wahrheit eine riesige Tragödie, das sieht man schon bei Shakespeare. Die tragischen Momente darf man nicht herausgenerieren, sondern muss sie tragisch sein lassen. Diese Balance ist fragil und sehr schwierig zu erreichen. Am Set muss man sich oft fragen: Hat die Szene die nötige Ernsthaftigkeit, oder muss man sie steigern?"

Der Reiz am Projekt? "Mich hat der gesellschaftskritische Anspruch gereizt. Durch diesen Schlankheitswahn beginnen die Menschen, sich über ihre Äußerlichkeit zu definieren. Wir wollen mit dem Film das Publikum wachrütteln. Die inneren Werte sind das Entscheidende. Wahre Schönheit kommt von innen. Das ist kein dummer Spruch, das ist wirklich so."

Und weiter über die Dreharbeiten: "Die Zusammenarbeit ist super. Es herrscht hier ein toller Spirit - von Kostüm und Maske über Produktion bis zu den Darstellern. Mit Diana habe ich bei 'Doctor's Diary' schon zusammengearbeitet. Wir sind ein eingeschworenes Team. Das macht einfach Spaß. Die Maske hat Topqualität, Hollywood-Standard. Das sind hochqualifizierte Profis, die ja schon für die 'Harry Potter'-Filme gearbeitet haben. Sebastian hab ich am ersten Tag in seinem Fatsuit gar nicht erkannt. Ich bin am Set einfach an ihm vorbeigelaufen." Was sich die Zuseher erwarten können? "'Plötzlich fett' wird ein berührender, aber auch gleichsam lustiger Film, der unsere Zuschauer darin bestärkt, sich so zu nehmen, wie man ist."

In weiteren Rollen sind Cornelius Obonya sowie der Österreicher Wolfram Berger ("Bollywood lässt Alpen glühen") zu sehen. Regie führt Holger Haase nach einem Drehbuch von Sarah Schnier.

Fotocredit: ORF/90 Minute Film/Dorfilm/Oliver Roth
Regisseur Holger Haase, Sebastian Ströbel, Produzent Ivo A. Beck, Kamera Uwe Schäfer, Wolfram Berger

Mehr zum Inhalt

Der bekennende Körperfetischist Nick (Sebastian Ströbel) hasst dicke Menschen. Seinen Job als Geschäftsführer eines Fitnesstempels übt er mit Leib und Seele aus. Die üppig ausgestattete Eva (Diana Amft) ist dagegen Patissière in einem Hotel, auf dessen Dach sich Nicks Studio befindet. Ihr Freund Paul (Daniel Keberle), Sommelier im gleichen Hotel, schämt sich für seine Beziehung zu Eva wegen deren Körperfülle.

Als das XXL-Modell einen Trainingstag mit Nick gewinnt, bekommt sie dessen ganze Abneigung zu spüren. Wütend füllt sie anschließend den Fragebogen zur Kundenzufriedenheit aus. Das Blatt wird von einem Windstoß davongeweht. Eva hechtet reflexartig hinterher und fällt mit einem Schrei vom Dach. Als sie unverletzt wieder zu Bewusstsein kommt, ist sie wie durch ein Wunder gertenschlank. Nick dagegen erwacht in einem 180 Kilogramm schweren Körper. Er bleibt im Türstock stecken, kann in kein Taxi einsteigen und bringt Stühle zum Einsturz. Er leidet unter den abschätzigen Blicken und Sticheleien der Mitmenschen. Nur Eva versteht, wie er sich in dem voluminösen Körper fühlen muss.

FR 26. AUGUST 201120.15 UHR

 

 
"Plötzlich fett" ist eine Produktion der Ninety Minute Film in Koproduktion mit DOR Film Wien im Auftrag von Sat.1 und ORF, unterstützt durch den Fernsehfonds Austria und die Fernsehfilmförderung des Filmfonds Wien.

ORF-Sendetermin:
Freitag, 26. August 2011,
20.15 Uhr, ORF eins


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