Pressetermin zur ORF/ProSieben-Koproduktion "Oh Shit!"
Ein geheimer Bunker. Was darin passiert, ist secret - top secret! Was aber jedenfalls schon verraten werden darf - nicht nur Horrorfilme, sondern auch sogenannte Katastrophenfilme eignen sich ab sofort vortrefflich für schonungslose Satire. Und so kann ein dreifacher Dr. statt trockener Wissenschafter gleichsam ein wagemutiger Actionheld sein, wenn der Flügelschlag eines Schmetterlings ein Chaos auslösen kann - bei dem sogar der Stephansdom in Wien einstürzen soll. Das stellten die Dreharbeiten für die ORF/ProSieben-Koproduktion "Oh Shit!" unter Beweis.
Einen ersten Einblick gaben am Mittwoch, dem 11. November 2009, bei einem Setbesuch in einem ehemaligen Kabelwerk in Wien Johannes Zirner, Peter Simonischek, Bibiana Zeller, Michael Pascher, Florian Fitz, Jessica Ginkel, Natalia Avelon, Regisseur Christoph Schrewe und die beiden Produzenten Dieter Pochlatko und Nikolaus Wisiak.
Johannes Zirner alias DDDr. Jan Brauer
"Ein gefundenes Fressen für einen Schauspieler" ist die Figur des jungen Wissenschaftlers DDDr. Jan Brauer, die Johannes Zirner verkörpert. "Die Rolle ist besonders reizvoll, weil ich so die Möglichkeit habe, ins Extreme zu gehen. Denn Wissenschafter sind meistens extreme Charaktere." Und dabei darf natürlich auch ein Schuss Absurdität nicht fehlen: "Dadurch, dass DDDr. Jan Brauer so viel im Kopf hat, ständig überlegt und rechnet und in der Wissenschaft aufgeht, wirkt er manchmal möglicherweise abwesend und schusselig. Und da kann es schon einmal vorkommen, dass er seine Hose vergisst und nicht so auf Äußerlichkeiten achtet."
Peter Simonischek als "Generalsgeneralübergeneral"
Peter Simonischek, der sich selbst Actionfilme nur dann ansieht, wenn er sich dazu ins Kino verirrt hat, schlüpft in die Rolle von General Bohlinger, die er selbst so beschreibt: "So wie der ganze Film eine Persiflage auf einen Katastrophenfilm ist, so ist auch dieser General Bohlinger, den ich spiele, ein karikierter Generalsgeneralübergeneral. Meine Rolle ist es zu organisieren, dass der Katastrophenschmetterling Murphy durch den guten Schmetterling, den R7826, neutralisiert wird. Denn es ist ja bekannt, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings ein Chaos auslösen kann, und in diesem Film wird diese Behauptung ad absurdum geführt."
Florian Fitz: "'Oh Shit' ist eine 'Genre-Komödie'"
"Ich spiele den Berliner Bürgermeister, der auf dem Weg ins Kanzleramt ist, weil er Kanzler werden will. Seine Karriere wird ein bisschen durcheinandergebracht, weil auf der selbst einberufenen Klimakonferenz ein junger Wissenschaftler auftaucht, der wilde Fantasien über einen Chaosschmetterling hat - und tatsächlich löst dieser Schmetterling das eine oder andere Chaos aus und bringt damit meine Position ein wenig ins Wanken", so Florian Fitz über seine Rolle.
Er selbst bezeichnet "Oh Shit!" als "Genre-Komödie": "In einem Katastrophenfilm nehmen sich die Darsteller immer sehr ernst und sind darum bemüht, authentisch zu wirken und die Katastrophen wirklich mitzuerleben. Und das versuchen wir hier natürlich auch - nur der Rahmen ist eben ein anderer. Und dadurch wirkt es - hoffentlich - auch ab und zu ganz komisch." Als ihm die Rolle angeboten wurde, hat er jedenfalls sofort zugesagt: "Billy Wilder hat einmal gesagt, dass es drei Dinge gibt, die für einen Film ausschlaggebend sind, und die sind das Buch, das Buch - und das Buch. Und in dem Fall ist das Buch wirklich gut, und das überzeugt!"
Regisseur Christoph Schrewe: "Der helle Wahnsinn"
Was sich die Zuschauer von der Produktion erwarten können? "Eine Katastrophenkomödie ist der helle Wahnsinn - die Welt bricht zusammen, und wir machen uns darüber lustig. Das ist ein total absurder Blick auf die Bilder, die wir von Weltuntergangsszenarien haben, mit denen wir im Kino überschüttet sind. Was wir machen, ist, uns über die Lust am Untergang lustig zu machen. Und da die Erde am Ende auch still stehen bleibt, ist es ein Problem, das die gesamte Menschheit betrifft und auch nur von der gesamten Menschheit gelöst werden kann. Wir sind aber nicht nur komplett in der Persiflage, sondern haben schon versucht, einen eigenständigen Katastrophenfilm zu machen, der sich eben damit beschäftigt, dass es diesen Schmetterling gibt, der den Weltuntergang auslösen kann."
Produzent Pochlatko: "Innovativ und unkonventionell"
"'Oh Shit!' ist ein komplett neuer und innovativer Versuch, ein Genre zu persiflieren und gleichzeitig so schräg zu machen, dass es schon wieder ein eigenes Genre sein könnte. Auch die Produktionsart ist unkonventionell, bedient man sich doch neuer Kameratechniken, die erstmals bei 'Slumdog Millionaire' zum Einsatz gekommen sind. Katastrophenbilder - einstürzende Bauten, Erdbeben und Tornados - werden zu spannenden Stilelementen und elementare Überzeichnungen vollkommen realistisch gebastelt."