Serienturbulenzen am laufenden Band: Der Schwabenitzky-Hit geht weiter
Mit den erfolgreichen zwölf Episoden der ersten beiden Staffeln (durchschnittlich 727.000 Seherinnen und Seher, nationaler Marktanteil 33 Prozent, KaSat-Marktanteil 32 Prozent) seiner ORF-Serie "Oben ohne" bewies Filmemacher Reinhard Schwabenitzky einmal mehr, dass er das Fernsehpublikum zu unterhalten weiß. Das turbulente Alltagsleben in einem Salzburger Mietshaus, dessen streitbare Bewohner im Mittelpunkt stehen, findet nun seine Fortsetzung - und zwar mit der dritten Staffel und neuen Folgen ab 19. August immer donnerstags um 20.15 Uhr in ORF 2.
Der Alltagskampf im Salzburger Mietshaus geht weiter
"Oben ohne", kreuz und quer und drunter und drüber: Auch in der dritten Staffel der etwas anderen Familienserie geht der äußerst turbulente Alltagskampf von Serienheldin Sarah Horrowitz alias Elfi Eschke im geschiedenen, gemeinsamen Haushalt gegen ihren Exgatten Gustl (Andreas Steppan) bzw. mit dem Exgatten gegen den Hausherrn und andere Störenfriede weiter.
Neu dabei: Branko Samarovski und Heinrich Schafmeister
So wird das Leben in der Mertensstraße 20 auf keinen Fall ruhiger: Neben neuerlichen Versuchen, aus dem Haus geekelt zu werden, kommen und gehen Liebhaber, erhält die Wachstube Zuwachs (neu dabei: "Comedian Harmonist" Heinrich Schafmeister) und auch die Horrowitz-Wohnung einen Neuzugang. Da Großvater Willis (Heinz Reincke) verhasste Ex (Bibiana Zeller) hartnäckig im Kabinett wohnen bleibt, muss Willi die Flucht ergreifen und überredet Frido (Branko Samarovski), Hildes Bruder, anzureisen, um die "Horrorhilde" aus dem Haus zu "entfernen". Einmal muss ein Teil der Hausgemeinschaft sogar ausrücken, um ein gefährliches Zugabenteuer zu bestehen.
Für die Drehbücher zur Serie zeichnet Regisseur Reinhard Schwabenitzky gemeinsam mit Koautor Christian Fuchs verantwortlich.
Vor der Kamera sind u. a. Elfi Eschke, Andreas Steppan, Maria Köstlinger, Ernst Konarek, Nora Heschl, Philip Leenders, Haydar Zorlu, Alexander Goebel, Bibiana Zeller, Gerhard Zemann, Manfred Dungl, Martina Schwab und - erstmals - Heinrich Schafmeister und Branko Samarovski zu sehen.

Heinrich Schafmeister, Elfi Eschke, Gerhard Zemann, Manfred Dungl, Martina Schwab
Eschke, Steppan und Co. sorgen auch in Spielfilmlänge für beste Unterhaltung
Ein gestohlener Wagen, eine vermeintliche Zwangsheirat und viel Familie - nachdem Schwabenitzky mit dem "Oben ohne"-Weihnachtsfilm "Du heilige Nacht" für Festtagsstimmung in Spielfilmlänge sorgte (durchschnittlich 716.000 Seherinnen und Seher, 29 Prozent nationaler Marktanteil, 28 Prozent KaSat-Marktanteil), steht bereits ein neues, neunzigminütiges Chaos de luxe in den Startlöchern.
Neben Elfi Eschke, Andreas Steppan, Philip Leenders, Maria Köstlinger, Nora Heschl, Ernst Konarek, Bibiana Zeller, Haydar Zorlu, Manfred Dungl und Martina Schwab sind in weiteren Rollen von "Oben ohne - Die türkische Braut" Johannes Silberschneider, Heinrich Schafmeister, Tessa Höchtl, Karl Ferdinand Kratzl, Robert Pienz, Klaus Martin Heim, Nadja Maleh, Mike Galeli, Pinar Erincin und Lucas Schwabenitzky zu sehen. Leider nicht mehr mit dabei ist Gerhard Zemann, der im April 2010 verstorben ist.
Die Dreharbeiten fanden in der Türkei - u. a. in Selimiye, Taslica, Sügüt, Marmaris und Bozburun - und Salzburg statt.
"Oben ohne" ist die etwas andere Familienserie
Unterhaltsam und doch ernst, eigensinnig und aufmüpfig, aber ehrlich behandelt sie die Probleme ihrer (mehr oder weniger) liebenswürdigen Protagonisten. Der turbulente Alltagskampf im Privat- und Berufsleben der Serienheldinnen und -helden nimmt darin so manch skurrile Formen an.
Zwei sehr unterschiedliche Familien
Im bunten Treiben bei "Oben ohne" mischen vor allem die beiden sehr unterschiedlichen Familien Horrowitz und Schnabel mit: Elfi Eschke und Andreas Steppan als (Ex-)Ehepaar Sarah und Gustl Horrowitz, ihres Zeichens Hausfrau und Polizist, deren Sohn James alias Philip Leenders und Heinz Reincke als im Rollstuhl sitzender Großvater Willi, der in der dritten Staffel spurlos verschwindet. Außerdem Maria Köstlinger und Nora Heschl als Bioladen-betreibende Mutter und Tochter Anna und Judith Schnabel mit eingetragenem Geschäftsnamen "Grün-Schnabel".
Teil dieser Hausgemeinschaft - als türkischer Bio-Kebabverkäufer Seyfi - ist Haydar Zorlu, als intriganter Hausmeister Otto Schratt treibt Ernst Konarek im Haus Mertensstraße 20 sein Unwesen. Ebenfalls Teil der Horrowitz-WG sind Gustls Mutter, die "Horrorhilde" alias Bibiana Zeller (schon ab Staffel zwei), und Gustls Onkel Frido, dargestellt von Branko Samarovski (ab Staffel drei).
Zum turbulenten Seriengeschehen tragen auch Gustls Wachstubenkollegen bei: der dienstbeflissene und ungeschickte Außendienstleiter Traugott Pimpf (Manfred Dungl), Gustls Dauergeliebte (und mittlerweile zur Postenkommandantin avancierte) Arabella Hürner (Martina Schwab) und der neue Kollege mit deutschem Akzent, Udo Maulhart (Heinrich Schafmeister). Über allen steht der fast philosophisch denkende Sprengelchef Alwin Zirmgiebel (Gerhard Zemann).
"Das ist eine Serie, wie ich sie möchte und mag", sagt Regisseur und Drehbuchautor Reinhard Schwabenitzky (Koautor Christian Fuchs). "Sie hat ein auf viele Folgen ausgelegtes Konzept und arbeitet nicht nur von Episode zu Episode. Dadurch können wir Menschen und Situationen von vielen Gesichtspunkten beobachten, Hintergründe beleuchten, Konstellationen verschieben und ändern und das Ganze auch noch mit Gaststars würzen, wie wir wollen. Wir haben damit die Chance, mehr zu erzählen und in die Tiefe zu gehen."
Viel Humor und Selbstironie
Und wenn Komödienspezialist Schwabenitzky, der mit TV-Serien wie "Ein echter Wiener geht nicht unter", "Kaisermühlen Blues" oder "Ein idealer Kandidat" österreichische Fernsehgeschichte schrieb, dahinter steht, darf mit einer gehörigen Portion Humor und Selbstironie gerechnet werden. "Mein Glück war bisher immer, dass mein Geschmack von sehr vielen Leuten geteilt wurde", sagt der erfolgreiche Filmemacher. "Wie im ,Echten Wiener' oder im ,Kaisermühlen Blues' zeige ich auch diesmal ganz normale Menschen in ihrem ganzen Spektrum von Größe bis zur Lächerlichkeit - allerdings niemals negativ oder triefend. Wie in all meinen Arbeiten sind auch hier Humor und Gefühl die wichtigsten Komponenten."

Philip Leenders, Elfi Eschke, Bruno Weinek, Nora Heschl, Gernot Pachernigg
Eschke, Steppan, Köstlinger und Co.: Kein Respekt vor der Obrigkeit
"Oben ohne ist ein umfassender Begriff", erklärt Filmemacher Reinhard Schwabenitzky den Titel seiner jüngsten Produktion. "In der Serie beschreibt er einerseits, dass die oberen Mieter eines Hauses nicht mehr da sind, aber er ist auch symbolisch zu verstehen und bedeutet so viel wie ,ohne Obrigkeit'. Es geht darin um ganz normale Menschen und wie ,die da oben' mit uns ,da unten' umgehen. Ohne ,uns unten' gäbe es ,die oben' ja gar nicht."
So denkt auch Schwabenitzkys Protagonistin Sarah Horrowitz, im echten Leben seine Ehefrau Elfi Eschke: "Sarah redet wie sie denkt und agiert respektlos gegen die Obrigkeit. Sie lebt ein selbstbewusstes Leben als Hausfrau und findet nicht, dass zum Beispiel ein Richter etwas Besseres ist als sie." Dem kann die Hauptdarstellerin nur beipflichten. "Ich spiele eine Frau aus dem Volk, die sagt, was sie sich denkt, die immer die Klappe offen hat, aber auch sehr verletzlich ist. Das Schöne ist, dass ich in dieser Serie inmitten lauter guter Typen - auch in den kleinsten Rollen - spielen kann. Ich glaube, dass für die Zuschauer alles drin ist - Witz, Gefühl, Ernsthaftigkeit, Rührung. Vor allem aber Menschlichkeit", so Eschke.
"Oben ohne" ist eine Produktion des ORF, hergestellt von Star*Film mit Unterstützung des Landes und der Stadt Salzburg.