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ORF präsentierte Ungarn-Doku von Andrea Morgenthaler und Paul Lendvai
Fotocredit: ORF/Ali Schafler
ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, Prof. Paul Lendvai


 


 


"Nationale Träume - Ungarns Abschied von Europa?" am 26. September im ORF

Nationalpopulistische Wende oder selbstbewusste Politik? Die rechtskonservative ungarische Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orbán sorgt in Europa für Aufregung. Kritiker werfen der Fidesz-Partei einen europafeindlichen Kurs und massive Einschränkungen der Medienfreiheit und der demokratischen Grundrechte der ungarischen Bevölkerung vor. Den Ursachen und Folgen des Politikwechsels widmet der ORF am Mittwoch, dem 26. September 2012, einen Themenabend.

Am Donnerstag, den 20. September 2012, wurde die von Dr. Andrea Morgenthaler und Prof. Paul Lendvai gestaltete "Menschen & Mächte"-Dokumentation "Nationale Träume - Ungarns Abschied von Europa?" in Anwesenheit von ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, Produzent Dr. Kurt Stocker sowie des "Menschen & Mächte"-Sendungsverantwortlichen Dr. Gerhard Jelinek, der beiden Gestalter und einiger der ungarischen Interviewpartner im ORF-Zentrum präsentiert. Ebenfalls unter den Gästen: RTR-Chef Dr. Alfred Grinschgl, Filmfonds-Wien-Geschäftsführerin MMag. Gerlinde Seitner, TV-Chefredakteur Dr. Fritz Dittlbacher und ORF-Ungarn-Korrespondent Mag. Ernst Gelegs.

Fotocredit: ORF/Ali Schafler
ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, Prof. Paul Lendvai, Kurt Stocker, Dr. Andrea Morgenthaler, Dr. Gerhard Jelinek

Nach dem Film, in dem die preisgekrönte deutsche TV-Dokumentaristin Andrea Morgenthaler und der aus Ungarn stammende vielfach ausgezeichnete Osteuropaexperte Paul Lendvai um 22.30 Uhr in ORF 2 im Spiegel der Begegnungen mit Schlüsselfiguren aus Politik, Kultur, Kunst und Wissenschaft die Ursachen und Folgen des Politikwechsels dokumentieren, folgt am 26. September im "CLUB 2" eine Diskussion zum Thema "Ungarn: Demokratie ade?". "Nationale Träume - Ungarns Abschied von Europa?" entstand als Koproduktion von ORF mit DOR Film, gefördert von Fernsehfonds Austria und Filmfonds Wien, unterstützt vom Institut für Kulturstudien.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz betonte, dass es zu den Aufgaben des ORF gehöre, über Europa, über die Entwicklungen in unseren Nachbarländern zu informieren. "Der ORF hat diesbezüglich eine lange Tradition - speziell in der Zeit des Eisernen Vorhangs war der ORF eine wichtige Informationsquelle - sowohl für Österreich und Westeuropa als auch für die Menschen jenseits der Grenzen. Die aktuellen Entwicklungen in Ungarn geben nicht zuletzt aus medienpolitischer Sicht Anlass zur Sorge. Mit dieser Dokumentation, in der mit Prof. Paul Lendvai einer der profiliertesten Osteuropa- und Ungarnkenner einen hintergründigen Blick auf unser Nachbarland wirft, knüpft der ORF an diese Tradition an."

Prof. Paul Lendvai bezeichnete die aktuelle Dokumentation als einen der pessimistischsten seiner Filme über Ungarn. "Doch" - so Lendvai - "um es mit Friedrich Dürrenmatt zu sagen, wir haben nicht positiv, wir haben ehrlich zu sein. Uns ist es darum gegangen, alle Facetten aufzuzeigen, es geht darum zu wissen, wie die Menschen leben. Andrea Morgenthaler ist es mit großartigem Gefühl gelungen, die Kontraste richtig zusammenzustellen." Als "Mischung aus Angst und Selbstzensur" beschrieb Morgenthaler ihre Eindrücke während der Dreharbeiten, "die Aussichtslosigkeit war sehr spürbar".

"Nationale Träume - Ungarns Abschied von Europa?"
26. September, 22.30 Uhr, ORF 2

Fotocredit: ORF/DOR Film/Stephan Musil Wie und warum wurde in Ungarn - einst Schrittmacher demokratischer Reformen in Osteuropa - ein nationalpopulistisches, rechtskonservatives Regime mit offensichtlicher Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung etabliert? Reportagen aus dem Alltag der bedrängten Roma und der Obdachlosen, antisemitische und rassistische Statements von Mitgliedern der Jobbik-Partei, der Kampf um das Überleben des regierungskritischen Rundfunksenders Klubradio sowie nationalistische Parolen des Regierungschefs ergeben ein für Kritiker besorgniserregendes Bild eines Landes im Herzen Europas.


"CLUB 2: Ungarn: Demokratie ade?"
26. September, 23.20 Uhr, ORF 2

Fotocredit: ORF Ungarn driftet nach rechts. In kurzer Zeit ist es dem ungarischen Regierungschef Orbán gelungen, sein Land umzukrempeln. Bürgerrechte und Pressefreiheit wurden eingeschränkt, die demokratische Gewaltenteilung ausgehebelt. Von Rechtsradikalen verfolgte Roma und latenter Antisemitismus machen im einstigen Vorzeigeland Schule. Verwandelt sich das demokratische EU-Land Ungarn langsam in eine nationalistisch geprägte Diktatur? Oder ist die Regierung Orbán schlicht die einzige wählbare Partei für die Mehrheit der Ungarn? Darüber diskutieren im "CLUB 2" bei Renata Schmidtkunz u. a. Gergely Pröhle, stellvertretender Staatssekretär im ungarischen Außenministerium, die Journalistin Julia Váradi, der Schriftsteller Rudolf Ungváry, Stefan Ottrubay, Geschäftsführer Esterhazy-Betriebe, und Paul Lendvai.

MI 26. SEPTEMBER 2012 ab 22.30 UHR
 

 
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