Österreichischer Rundfunk © Österreichischer Rundfunk TV-PROGRAMM  |  RADIO-PROGRAMM
Kontakte
Events
Technik
mehr Service...
Fernsehen
Radio
ORF-Stars
mehr Programm...
Fakten
Zahlen
Menschen
mehr Unternehmen...
Rufen Sie uns an:
Tel: (01) 870 70-30
(täglich von 8.00 bis 24.00 Uhr)
Schreiben Sie uns:
E-Mail: kundendienst@orf.at
Kundendienst > Aktuelle Meldungen

Neuverfilmung des Heimatklassikers "Der Meineidbauer"
Fotocredit: ORF/Lisafilm/Oliver Roth
Günther-Maria Halmer


 


 

Fotocredit: ORF/Lisafilm/Oliver Roth
Suzanne von Borsody


 


 

Fotocredit: ORF/Lisafilm/Oliver Roth
Günther Maria Halmer, Suzanne von Borsody


ORF/ARD-Heimatfilm von Joseph Vilsmaier mit Suzanne von Borsody und Günther Maria Halmer

Ein atemberaubendes Panorama, ein hochkarätiger Cast und ein hervorragendes Drehbuch lockten Starregisseur und Kameramann Joseph Vilsmaier für insgesamt 21 Drehtage in die Gemeinde Virgen nach Osttirol. Dort entstand von September bis Oktober 2011 die Neuverfilmung des Volksstücks von Ludwig Anzengruber "Der Meineidbauer". Nach einem Drehbuch von Erich Tomek spielen in den Hauptrollen Suzanne von Borsody ("Der Chinese") und Günther Maria Halmer ("Eine Sennerin zum Verlieben") sowie Max Tidof, Aaron Karl und Josefina Vilsmaier, die erstmals vor der Kamera ihres Vaters stand.

Das Volksstück von Ludwig Anzengruber wurde mehrfach verfilmt, unter anderem 1956 mit Christiane Hörbiger und Hans Borsody, der in einem kurzen Gastauftritt als Kräutersepp auch in der Neuverfilmung zu sehen ist und dessen Tochter die Hauptrolle übernimmt. Joseph Vilsmaier zeichnete nicht nur für die Regie verantwortlich, sondern führte auch die Kamera in dem aufwendig inszenierten ORF/ARD-Heimatklassiker, der am Mittwoch, dem 22. Februar 2012, um 20.15 Uhr in ORF 2 ORF-Premiere feiert.

Präsentation im Filmcafé in Wien
Im Rahmen der Präsentation am Montag, dem 13. Februar, im Filmcafé in Wien sprachen Joseph Vilsmaier sowie die Darsteller Suzanne von Borsody, Aaron Karl und Max Tidof in Anwesenheit des Produzenten Karl Spiehs, der Lisa-Film-Geschäftsführer David Spiehs und Ernest Gabmann und ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis über die intensiven Dreharbeiten.

ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis:
"'Der Meineidbauer' ist ein Volksstück im besten Sinne. Ein gewaltiges. Seit 140 Jahren erfolgreich, viel gespielt, oft verfilmt. Um den Stoff erneut zu verfilmen, braucht es eine Regie-Pranke. Die muss des Autors Ludwig Anzengruber würdig sein. Sepp Vilsmaier hat diese Pranke. Da darf man bei großen Bildern keinen falschen Genierer haben. Und man muss sich auf die Schauspieler verlassen, die diese Bilder mit Leben erfüllen."

Suzanne von Borsody: "Mit Joseph Vilsmaier ist es immer ein Vergnügen zu arbeiten"

"Der Film hat alles, was man braucht. Das ist nicht nur einfach ein Heimatfilm - da geht es um große, existenzielle Gefühle. Wir haben alle versucht, so wahrhaftig wie möglich an dem Stoff dran zu bleiben", schwärmt Suzanne von Borsody und streut dem Regisseur Rosen: "Mit Joseph Vilsmaier ist es immer ein Vergnügen zu arbeiten. Der Sepp ist jemand, der gibt das Beste und alle um ihn herum auch. Demzufolge hat man eine große Verantwortung - jeder im Team - auch das Beste zu leisten und noch ein Stückerl mehr. Das macht frei und fordert ein hohes Maß an Disziplin, und das macht Spaß. Es ist natürlich auch anstrengend, aber lustvoll anstrengend."

Für Joseph Vilsmaier ist Suzanne von Borsody eine sehr gute Wahl gewesen: "Wir haben schon zusammen etliche Filme gemacht und ich halte sie einfach für eine ganz großartige Schauspielerin. Sie und Günther Maria Halmer sind in diesem Film einfach großartig und man nimmt ihnen ihre Rollen ab."

Joseph Vilsmaier: "Ich hab in Tirol schon fünf Filme gedreht"

Atemberaubende Landschaften umranden die Geschichte. Schwer fiel es Regisseur Joseph Vilsmaier nicht, die geeigneten Drehplätze zu finden: "Ich hab in Tirol schon fünf Filme gedreht und kenne mich da ziemlich gut aus. Deshalb war es nicht so schwierig, die schönen Drehplätze zu finden. Man fährt von Ortschaft zu Ortschaft und jede ist schön. Wir haben das Glück gehabt, dass in der Gemeinde Virgen die ganze Bevölkerung - von den Bergbauern bis zum Bürgermeister - hinter uns stand und wir konnten wirklich aus dem Vollen schöpfen."

Und auch Suzanne von Borsody zeigt sich von Osttirol begeistert: "Osttirol ist wunderschön - da hat der liebe Gott gelacht. Es ist von den Menschen her sehr liebevoll und persönlich und man gehört immer gleich dazu."

Vilsmaier und Borsody - Das doppelte Vater-Tochter-Gespann

In "Der Meineidbauer" steht Josefina Vilsmaier erstmals vor der Kamera ihres Vaters - und davon war Joseph Vilsmaier anfangs nicht so begeistert: "Wie ich das Drehbuch gelesen hab, bin ich nicht gleich draufgekommen. Und dann hat Karl Spiehs vorgeschlagen, dass das ja meine Tochter spielen könnte. Dann hab ich lange überlegt - und mir war das im ersten Moment gar nicht so recht. Schließlich hab ich mit meiner Tochter gesprochen und sie gefragt, ihr das Drehbuch zu lesen gegeben, und sie hat gemeint, sie würde es gerne machen. Ich habe aber zu ihr gesagt: 'Du pass auf, wenn das nicht funktioniert, dann besetz ich dich am ersten Tag noch um.' Aber es war dann so schön, weil sie mich gleich in der ersten Szene begeistert hat."

Und nicht nur dieses Vater-Tochter-Gespann arbeitete bei "Der Meineidbauer" erstmals zusammen. Auch Suzanne von Borsody stand erstmals mit ihrem Vater Hans Borsody gemeinsam vor der Kamera. Hans Borsody, der in der "Meineidbauer"-Verfilmung von 1956 die Hauptrolle spielte, taucht für eine kleine Gastrolle in der Neuauflage erneut auf - zur großen Freude seiner Tochter: "Es war sehr schön, dass man ihm diese kleine Gastrolle angeboten hat. Mein Vater und ich haben uns immer gewünscht, dass das irgendwann zustande kommt. Es hat mich sehr berührt, dass wir da zusammen vor der Kamera stehen durften."

Fotocredit: ORF/Lisafilm/Oliver Roth
Max Tidof, Monika Gruber, Heikko Deutschmann, Josefina Vilsmaier, Günther Maria Halmer, Suzanne von Borsody, Hans von Borsody

Mehr zum Inhalt

Jahrelang hat Franz Bruckner (Günther Maria Halmer) auf dem Hof seines Stiefbruders gearbeitet und ist der Überzeugung, Anspruch auf den Besitz zu haben. Als sein Bruder tödlich verunglückt, öffnet Franz heimlich dessen Testament. Doch weder er noch sein Sohn Toni (Aaron Karl) sollen erben, sondern Franz' Verlobte Anna (Suzanne von Borsody) und deren Tochter Marie (Josefina Vilsmaier). Franz vernichtet das Testament und schwört vor Gericht einen Meineid, der ihm den Hof sichert. Daraufhin müssen die junge Frau und ihre Tochter den Hof verlassen. Franz führt seitdem ein Leben als angesehener Mann.

Anna gelingt es, sich ein neues Leben aufzubauen und ihrer Tochter ein halbwegs anständiges Leben zu bieten. Als Marie ein Praktikum als Kellnerin im Ort ihrer Kindheit annimmt, begegnet sie Toni, Franz' Sohn, den sie noch aus Kindheitstagen kennt. Unverhofft entwickeln beide starke Gefühle für einander. Als Anna erfährt, wo sich Marie aufhält, reist sie ihr hinterher, um sie zurückzuholen. Im Ort wird Anna nach wie vor geächtet. Ihr einziger Freund ist heute wie damals der Polizist Josef Puganig (Heikko Deutschmann).

Als Anna herausfindet, dass Franz' Knecht Ignaz (Max Tidof) über den Meineid Bescheid weiß, fordert sie erneut ihr Recht. Eine Auseinandersetzung zwischen Franz Bruckner und Anna endet schließlich in einer Tragödie.

Fotocredit: ORF/Lisafilm/Oliver Roth
Max Tidof (Ignaz), Suzanne von Borsody (Anna Sobek)


 

 
"Der Meineidbauer" ist eine Produktion der Lisa Film (Karl Spiehs) in Zusammenarbeit mit dem ORF, gefördert durch den Fernsehfond Austria und Cine Tirol.

Drehbuch: Erich Tomek basierend auf dem Volksstück von Ludwig Anzengruber

Regie: Joseph Vilsmaier

Dreharbeiten:
24. September bis 20. Oktober 2011

Drehort: Virgen, Osttirol

ORF-Sendetermin:
Mittwoch, 22. Februar 2012,
20.15 Uhr in ORF 2


Übersicht: Alle ORF-Angebote auf einen Blick