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Der Besuch der alten Dame
ORF präsentierte Dürrenmatt-Neuverfilmung mit Christiane Hörbiger
© Ziegler Film
Christiane Hörbiger


 


 

© Ziegler Film
Michael Mendl


TV-Premiere und ORF-Präsent zum
70. Geburtstag

Ein Abend mit und für Christiane Hörbiger fand am Donnerstag, dem 18. September 2008, im Wiener Hotel Bristol statt. ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz hatte zur exklusiven Präsentation des jüngsten Filmwerks der österreichischen Ausnahmekünstlerin geladen - die für ORF und ARD produzierte Neuverfilmung von Friedrich Dürrenmatts Klassiker "Der Besuch der alten Dame".

In Nikolaus Leytners behutsam modernisierter TV-Adaption eines der nicht nur meistgespielten, sondern auch meistverfilmten deutschsprachigen Stoffe zieht Hörbiger in der Titelrolle der rachsüchtigen Milliardärin Claire Zachanassian alle Register ihres schauspielerischen Könnens.

Nach Jahren der Absenz kehrt sie als hoch angesehene "alte Dame" in ihre Heimatgemeinde zurück, um aus ihrer gesellschaftlich gestärkten Position heraus Vergeltung für ein altes Unrecht an ihrer Jugendliebe Alfred Ill (Michael Mendl) zu üben.

Mit einem unmoralischen Angebot, das zunehmend die Käuflichkeit einer ganzen Stadt entlarvt, erreicht sie schließlich ihr mörderisches Ziel.

© Ziegler Film
Christiane Hörbiger, Muriel Baumeister


Geburtstagsfest mit Filmteam

© ORF
ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, Christiane Hörbiger


 


 

© ORF
Christiane Hörbiger

"Mit dieser Neuverfilmung, die einen weiteren Beweis für den hohen Standard öffentlich-rechtlicher TV-Produktionen liefert, ist Regisseur Nikolaus Leytner etwas Großartiges gelungen: Sie zeigt eindrucksvoll die ganze Bandbreite des Könnens der Ausnahmeschauspielerin Christiane Hörbiger. 'Der Besuch der alten Dame' ist ein Film mit vielen Facetten, der wegen seines Themas eine zeitlos gültige Botschaft hat. Gerade in Zeiten in der durch skrupellose Geldgier ausgelösten Finanzkrise ist der Film aktueller denn je. Ich freue mich, unserem Publikum diese Literaturverfilmung als das TV-Ereignis zu Frau Hörbigers 70. Geburtstag präsentieren zu können, und danke dem gesamten Team für diese hervorragende Arbeit", so ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz.

Diesen feiert Christiane Hörbiger am 13. Oktober und zeigte sich über das besondere Geburtstagspräsent hocherfreut, das genau an ihrem großen Tag - um 20.15 Uhr in ORF 2 - ausgestrahlt wird.

Zum Siebziger wolle sie sich auch etwas Besonderes gönnen, wie sie verriet. "Ich dachte mir, es muss etwas ganz Spezielles sein. Am Eiffelturm oder an ähnlich exklusiven Orten haben schon andere gefeiert, das ist also nichts für mich. Ich habe lange überlegt und mich gefragt, was ich mir wirklich wünsche", erzählt Hörbiger. "Deshalb habe ich einen Saal gemietet und lade das Filmteam ein und wir werden uns gemeinsam den Film anschauen, wenn er zeitgleich im ORF und in der ARD ausgestrahlt wird. Und zwar sind das nicht die Kollegen, sondern all jene Menschen hinter den Kulissen, die immer da sind, auch um drei in der Früh bei Wind und Wetter und Eiseskälte und dafür sorgen, dass wir einen guten Film machen können."


"Bin Dürrenmatt sehr dankbar"

Mit dem Ergebnis ihrer jüngsten Arbeit zeigte sich Christiane Hörbiger sehr zufrieden, vor allem weil Dürrenmatts "alte Dame" auch eine Wunschrolle für sie gewesen sei. "Ich fühle mich zwar noch immer nicht alt, aber das ist eine Rolle, die man spielen muss, solange man Kraft hat und das Hirn und der Körper noch so reagieren wie man will."

Abgesehen von der Figur an sich, die die frischgebackene Buchautorin (ihre Biografie "Ich bin der weiße Clown" ist gerade erschienen) schon immer fasziniert hat, hat sie die Darstellung des exzentrischen Racheengels auch aus ganz persönlichen Gründen gereizt. "Ich kannte Dürrenmatt noch persönlich - vom Theater und auch über meinen verstorbenen Mann Rolf Bigler. Das war ein wunderbarer Mensch und ich war sehr dankbar, einem Genie zuhören zu dürfen", so Hörbiger. Und: "Wir sind bei dieser Verfilmung sehr nah an der Intention von Dürrenmatt drangeblieben."


"Leytner tut mir gut"

Für Christiane Hörbiger war "Der Besuch der alten Dame" die zweite Zusammenarbeit mit Filmemacher Nikolaus Leytner seit dem Justizdrama "Die Geschworene" im Jahr 2006, die sie auch diesmal genossen hat. "Weil er Schauspieler fordert und weil ein Film für ihn eine ernste Sache ist. Er tut mir und meiner Arbeit sehr gut", so Hörbiger.

"Ich würde sehr gerne wieder mit ihm zusammenarbeiten." An ihrer Seite verkörpert in Leytners Verfilmung der deutsche Schauspieler Michael Mendl (mit ihm drehte Hörbiger u. a. den TV-Erfolg "Mathilde liebt") die Figur des Alfred Ill.

In weiteren Rollen spielen u. a. Lisa Kreuzer, Muriel Baumeister, Dietrich Hollinderbäumer, Rolf Hoppe, Kathrin Beck, Helmut Berger, Hans von Borsody und Daniel Keberle.

© Ziegler Film
Christiane Hörbiger, Muriel Baumeister


Das Drehbuch zum Film stammt von Thomas Eifler und Susanne Beck, die schon für Erfolgsproduktionen wie "Margarete Steiff" verantwortlich zeichneten.

Die Dreharbeiten zum Film, der als Koproduktion von Wega Film, Ziegler Film, ORF und ARD Degeto und mit Unterstützung des Fernsehfonds Austria und der CineStyria entstand, fanden im April und Mai dieses Jahres in der Steiermark (vorwiegend Eisenerz und Umgebung) statt.

MO 13. OKTOBER 200820.15 UHR

 

 
Eine Koproduktion von Wega Film, Ziegler Film, ORF und ARD Degeto, hergestellt mit Unterstützung des Fernsehfonds Austria und CineStyria

Drehbuch: Thomas Eifler, Susanne Beck nach dem Theaterstück von Friedrich Dürrenmatt

Regie:
Nikolaus Leytner

Dreharbeiten:
April/Mai 2008

Drehorte:
Eisenerz und Umgebung, Knittelfeld, Graz

ORF-Sendetermin:
Montag, 13. Oktober 2008
20.15 Uhr, ORF 2


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Einer der meistverfilmten Stoffe

"Der Besuch der alten Dame" ist nicht nur eines der meistgespielten, sondern auch meistverfilmten dramatischen Werke: Das 1956 mit Therese Giehse in der Hauptrolle uraufgeführte Theaterstück wurde erstmals unter der Regie von Ludwig Cremer 1959 mit Elisabeth Flickenschildt verfilmt, eine zweite TV-Adaption von Peter Ammann mit Maria Schell und Günter Lamprecht folgte 1982.

Dazwischen drehte Bernhard Wicki 1963 die internationale Koproduktion "Der Besuch" mit Ingrid Bergman und Anthony Quinn. Auf Weisung der Produzenten erhielt der Film - abweichend von Dürrenmatts Vorlage - damals ein Happy End.

1989 gab es eine weitere Verfilmung des russischen Regisseurs Michail Kosakow.

Die jüngste filmische Adaption unter dem Titel "Hyenas" (Hyänen) entstand im Jahr 1992 im Senegal unter der Regie von Djibril Diop Mambéty.

Für Nikolaus Leytner ist "Der Besuch der alten Dame" die zweite Zusammenarbeit mit Christiane Hörbiger seit dem Justizdrama "Die Geschworene" im Jahr 2006. Drehbuch zu Film stammt von Thomas Eifler und Susanne Beck.


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