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Neuer ORF-Thriller: Tobias Moretti als "Bauernopfer"
Fotocredit: ORF/DOR Film/Oliver Roth
Tobias Moretti


 


 

Fotocredit: ORF/Ali Schafler
LH Erwin Pröll, Tobias Moretti, Wolfgang Murnberger


 


 


Moretti in Wolfgang Murnbergers ORF/SWR-Thriller

Im ORF-Thriller "Bauernopfer" nimmt Publikumsliebling Tobias Moretti am Mittwoch, dem 23. März, um 20.15 Uhr in ORF 2 als Biobauer Andi Gruber unter der Regie von Wolfgang Murnberger allein den Kampf gegen einen Pharmariesen auf, der mit kontaminiertem Futter seine Rinder verseucht. Dabei setzt er aber nicht nur seine Existenz als Landwirt, sondern auch sein Leben aufs Spiel.

Hochkarätige Besetzung und ein eingespieltes Team hinter der Kamera

Neben Moretti sind in weiteren Rollen u. a. Bernadette Heerwagen ("Margarete Steiff", "Tatort"), Maria Happel ("Soko Donau"), "Revanche"-Star Johannes Krisch, Heio von Stetten ("Die Mutprobe"), Paula Nocker, Jewgenij Sitochin, Tilo Prückner ("Tatort"), Andreas Schlager, Kristian Wanzl, Sven Pippig, Carl Achleitner ("Die lange Welle hinterm Kiel") und Peter Strauss zu sehen. Für Buch und Regie zeichnete ein eingespieltes Dream-Team verantwortlich, das u. a. bereits für Folgen der ORF-Krimiserie "Vier Frauen und ein Todesfall" verantwortlich zeichnet: Wolfgang Murnberger führte Regie nach einem Drehbuch von Uli Brée und Rupert Henning.

Seine erfolgreiche Zusammenarbeit (u. a. "Live Is Life") setzt das Erfolgsduo Murnberger/Brée schon demnächst mit der ORF-Premiere von "Tatort - Vergeltung" fort, wenn Harald Krassnitzer erstmals weibliche Verstärkung bekommt und gemeinsam mit Adele Neuhauser auf Verbrecherjagd geht (Sonntag, 6. März, 20.15 Uhr, ORF 2). Gänsehautfeeling verbreitet Murnberger dann außerdem am 30. März, wenn nach "Komm, süßer Tod" und "Silentium" um 20.15 Uhr die ORF-Premiere der Wolf-Haas-Romanverfilmung "Der Knochenmann" auf dem Programm von ORF eins steht.

In den Hauptrollen des vom ORF im Rahmen des Film-/Fernseh-Abkommens geförderten Krimis brillieren Josef Hader und Birgit Minichmayr.

Für das Drehbuch zeichnet Wolfgang Murnberger gemeinsam mit Josef Hader und Wolf Haas verantwortlich.

Fotocredit: ORF/DOR Film/Oliver Roth
Tobias Moretti, Bernadette Heerwagen

Blau-gelbe Dreharbeiten von Vösendorf bis Lichtenegg

Obwohl die Story des Films eigentlich im Allgäu angesiedelt ist, wurde der Großteil der Dreharbeiten im flächengrößten Bundesland Österreichs gedreht. Ob Lichtenegg, Vösendorf, Krumbach, Sollenau, Scheiblingkirchen oder Thernberg - "Bauernopfer" brilliert durch authentische Kulissen in Niederösterreich abseits von idyllischem Kitsch und stilistischen Überhöhungen. "Das Land Niederösterreich hat sich in den letzten Jahren dank seiner wunderschönen Landschaft immer wieder als hervorragende Filmkulisse präsentieren können", freute sich auch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll bei einem Set-Besuch.

Die Dreharbeiten fanden von Anfang März bis Anfang April 2010 an Drehorten in Niederösterreich und Wien statt.

Fotocredit: ORF/Ali Schafler
Tobias Moretti, Wolfgang Murnberger, Johannes Krisch, Maria Happel

Aktuelles Thema mit politischer Brisanz

Als das "Bauernopfer"-Team Anfang März 2010 zu drehen begann, konnte niemand ahnen, wie aktuell das Thema zum Zeitpunkt der Ausstrahlung sein würde. Nach der BSE-Krise in den 90ern ging Anfang des Jahres der Skandal um dioxinverseuchtes Futter in Deutschland durch alle Medien. Mit krebserregendem Dioxin verseuchte Industriefette wurden in Deutschland über einen längeren Zeitraum zu Tierfutter verarbeitet. Die Notschlachtung Hunderter Tiere und zahlreiche Bauernhofsperrungen waren die Folge. Einige der mit Dioxin kontaminierten Produkte landeten dennoch in den Regalen und setzten Politik und Lebensmittelindustrie gleichermaßen unter Druck. "Bauernopfer" zeigt, welche persönlichen Auswirkungen ein derartiger Skandal in der Bauernwelt haben kann.

Moretti: "Ein Thriller, der uns auch heute angeht"
"Das Projekt ist ja schon länger am Schreibtisch gelegen und uns war klar, dass wir etwas machen wollten, das sich mit diesem Thema befasst", erklärt Tobias Moretti und meint weiter: "Aber erst durch das Mitwirken von Wolfgang Murnberger wurde das Projekt finalisiert und es wurde eine Geschichte gefunden, die ein Thriller ist und uns in irgendeiner Form auch heute angeht. Wir waren bemüht, dass man in irgendeiner Form das authentische Umfeld hält, trotzdem wollten wir natürlich auch eine Geschichte erzählen - und zwar eine, die sich nicht in der ländlichen Idylle wiederfindet."

Zum Thema Nanotechnologie kam es laut Moretti so: "Wir wollten ein Thema nehmen, an dem heute geforscht wird und das uns morgen betrifft. Und dann haben wir das in die Geschichte eingeflochten - klarerweise so, dass es für die Zuschauerinnen und Zuschauer nachvollziehbar ist und in diesem Zusammenhang auch Fiktion ist."

Schauspieler und Bauer in einer Person - ein Vorteil für diesen Dreh
Moretti, der im wahren Leben Schauspieler und Biobauer ist, kommt sein landwirtschaftliches Wissen auch bei den Dreharbeiten zu Gute - wie Wolfgang Murnberger bestätigte: "Es ist schon von Vorteil, dass sich Tobias Moretti gut auskennt. Denn es gibt einige Szenen, die schon sehr schwierig wären, wenn er nicht so ein gutes Verhältnis zu Rindern hätte." Denn Rinder spielen in "Bauernopfer" eine große Rolle. Auf die Frage, wie man auf Lichtenegg kam, meinte Murnberger augenzwinkernd: "Wir haben uns gefragt, wo es in der Nähe von Wien die meisten Kühe gibt."

Wintereinbruch statt Frühlingserwachen könnte zu Problemen führen
Den einzigen Strich durch die Rechnung macht ihnen bisher das Wetter, denn eigentlich sollte es bereits Frühling sein und Murnberger wollte "Knospen sehen". Der erneute Wintereinbruch könnte auch noch kurzfristig zum Problem werden. Murnberger: "Das Problem ist, dass ich ja nicht chronologisch drehe - und man kehrt ja im Film dann immer wieder an Schauplätze zurück. Und es ist blöd, wenn man einen Schauplatz sieht und da liegt Schnee, dann hat man die nächsten drei Wochen keinen Schnee mehr und zehn Minuten vor Filmende kehre ich an den ersten Schauplatz zurück und dann liegt da wieder Schnee - das ist halt ein bisserl ungünstig. Deshalb wäre es mir lieber wenn der Schnee in den letzten Tagen weggeht."

Und falls nicht, hat Murnberger auch schon einen Plan B: "Wenn es ganz schlimm wird, dann müssen wir halt in vier Wochen Schnee machen, das ist ja beim Film kein Problem."

Johannes Krisch als Schlächter: "Ich bin der Mann fürs Grobe"
Hilfe beim Kampf gegen den Pharmaziekonzern erhält Moretti von seiner Filmpartnerin Bernadette Heerwagen: "Ich spiele eine Biochemikerin, die sich mit dem Thema Nanotechnologie lange befasst hat und Andi dabei hilft herauszufinden, was wirklich passiert ist." Ebenfalls vor der Kamera steht "Revanche"-Star Johannes Krisch - und zwar in der Rolle eines Schlächters. Eine Figur, mit der er sich schon recht gut auskennt.

Krisch: "Das ist hochinteressant: im Theater hat man mich gerade als Oskar besetzt in "Geschichten aus dem Wienerwald", der ja bekanntlich auch ein Fleischhauer ist und drei Tage später bin ich besetzt worden für einen Schlächtermeister in diesem Film. Also einmal Schlächter, immer Schlächter." Als einer der bösen Charaktere erklärt Krisch: "Ich bin der Mann fürs Grobe." Und auch Krisch hat einen privaten Bezug zur Landwirtschaft: "Als Kind habe ich sehr lange auf einem Bauernhof meine Ferien verbracht und dort auch fleißig mitgearbeitet."

Mehr zum Inhalt

Raue Schale, weicher Kern
Andi Gruber (Tobias Moretti) hat sein Leben mit seiner elfjährigen Tochter Lena (Paula Nocker) mit der Bewirtschaftung seines Bauernhofs ganz gut im Griff. Raue Schale, weicher Kern, so kennen ihn die Leute. Trotz seiner Neigung zum Jähzorn mag man ihn im Ort.

Vorwurf vom Ernährungsministerium
Als eines Tages ein Dr. Krötz (Tilo Prückner) vom Ernährungsministerium bei ihm auftaucht, um ihm mitzuteilen, dass sein Rindfleisch chemisch kontaminiert sei, fällt er aus allen Wolken. Biobauer Andi, der sich als Opfer einer Behördenschikane wähnt, und Krötz geraten hart aneinander. Doch Krötz ist ein Einzelkämpfer, der glaubt, einem Riesen-Pharmaskandal auf der Spur zu sein. Denn die Proben, die er Andis Kühen entnommen hat, weisen auf Kontaminierung durch experimentelle Nanotechnologien hin.

Krötz mobilisiert die Behörde und lässt die Viehbestände aller Bauern im Ort beschlagnahmen. Doch die ganze Zeit steht auch er unter Beobachtung. Die Ermordung seines geliebten Hundes ist eine erste massive Drohung. Krötz macht Andi für den Vorfall verantwortlich. Erneut kracht es zwischen den beiden, diesmal vor Zeugen.

Während Andi alles in Bewegung setzt, um seine Tiere vor der Keulung zu bewahren, kontaktiert Krötz Silvie (Bernadette Heerwagen), eine ehemalige Studentin, die für den Pharmakonzern forscht, den Krötz als Urheber der Manipulation verdächtigt. Zu dem Treffen der beiden kommt es nicht mehr, denn Krötz wird ermordet.

Andi unter Mordverdacht
Andi, der am Tatort gesehen wird, steht unter Mordverdacht. Unmittelbar nach Krötz' Ableben löst sich die Aktion der Behörde gegen die Bauern in Luft auf. Angeblich wurden keine weiteren Verunreinigungen festgestellt.

Von Jägern zu Gejagten
Da Andi in den Besitz von Krötz' geheimen Aufzeichnungen kommt, weiß er, dass er Silvie braucht, um die Wahrheit ans Licht zu bringen und seine Schuldlosigkeit zu beweisen. Kurzentschlossen entführt er sie und konfrontiert sie mit seinen Beweisen für den offenbar vertuschten Nanoskandal. Gemeinsam rekonstruieren sie die Vorgänge, die zu Krötz' Ermordung geführt haben. Und sie beweisen die Verunreinigung von Andis inzwischen vernichtetem Viehbestand durch Nanopartikel. Wie Krötz werden auch sie von Jägern zu Gejagten. Die Spur führt sie in ein Geheimlabor in Kroatien und zu einer gewaltigen Überraschung.

MI 23.3.201120.15 UHR

 

 
Eine Produktion der DOR Film mit ORF und SWR, gefördert vom RTR Fernsehfonds Austria und vom Land Niederösterreich

Drehbuch: Uli Brée und Rupert Henning

Regie: Wolfgang Murnberger

Dreharbeiten: 1. März bis 4. April 2010

Drehorte: Niederösterreich und Wien

Sendetermin:
Mittwoch, 23. März 2011,
20.15 Uhr, ORF 2


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