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"Aufschneider": Eine schwarze Komödie von und mit Josef Hader
© Superfilm
Josef Hader


 


 

© Superfilm
David Schalko


 


 

© Superfilm
Josef Hader


 


 

Fotocredit: ORF/Superfilm/Ingo Pertramer
Tanja Raunig, Manuel Rubey


 


 

Fotocredit: ORF/Superfilm/Ingo Pertramer
Josef Hader


 


 

Fotocredit: ORF/Superfilm/Ingo Pertramer
Oliver Baier, Josef Hader


"Es geht wie bei jeder guten Sache um Leben und Tod", beschreibt Hauptdarsteller Josef Hader (zuletzt in dem preisgekrönten Schuld- und Sühnedrama "Ein halbes Leben" zu sehen) den ORF-Zweiteiler "Aufschneider", der am Dienstag, dem 13., und Freitag, dem 16. April, jeweils um 20.15 Uhr in ORF 1 Premiere feiert. Darin mimt Hader Dr. Fuhrmann, Chef der Pathologie eines städtischen Krankenhauses.

Erzählt werden klassische Krankenhausstorys, allerdings aus einer ungewöhnlichen Perspektive - von schräg unten, aus der Pathologie, deren Geruch man auch nach Feierabend nicht los wird.

"Aufschneider" stammt aus der Feder von Josef Hader und David Schalko, der auch für Regie verantwortlich zeichnet.

An der Seite von Hader spielen Ursula Strauss als seine Exehefrau (auch in "Schnell ermittelt" dienstags um 20.15 Uhr in ORF 1), Oliver Baier (als Fuhrmanns Erzrivale Dr. Böck), Pia Hierzegger (Fuhrmanns Kollegin Dr. Wehninger), Manuel Rubey (Assistent Dr. Winkler), Simon Schwarz (Krankenhausdirektor Dr. Hollender) sowie Meret Becker, Georg Friedrich, Raimund Wallisch und Murali Perumal.

Gedreht wurde von April bis Juni 2009 in Wien und Niederösterreich.

DVD "Aufschneider"
Zeitgleich mit der ORF-Premiere ist die von HOANZL produzierte DVD "Aufschneider" um 29,99 Euro im Fachhandel sowie über Hoanzl direkt erhältlich.

Dr. Fuhrmanns Zwist mit den Göttern in Weiß

Als Chef der Pathologie ist Fuhrmann mit "denen da oben", den Golf spielenden Göttern in Weiß ständig im Zwist. Wie eigentlich mit den meisten Dingen in seinem Leben. Es ist nicht leicht mit jemandem auszukommen, der ein sehr ungewöhnliches Verhältnis zum Tod hat, und für den Krebs "wunderschön ist, wie ein psychedelisches Gemälde aus den 1960er Jahren".

",Aufschneider' ist auf jeden Fall ein Krankenhaus-Zweiteiler, in dem es nicht so sehr um Heilung geht. Wenn ich ein Krankenhaus sehe, dann muss ich mehr an den Tod als an Genesung denken. Insofern ist Aufschneider wahrscheinlich eine sehr österreichische Variante dieses Genres", beschreibt Autor und Regisseur David Schalko.

Pathologen - Helden im Neonlicht

"Aufschneider" nimmt sich vorrangig jener Ärztegattung an, die sich in den vergangenen Jahren dank zahlreicher TV-Serien breitester Beliebtheit erfreut: jene der Pathologen. Allerdings der echten Pathologen. Sie werken und wirken in den unterirdischen und stets nur neonbeleuchteten Bereichen eines Krankenhauses. Nur selten bekommt man sie zu Gesicht - und meistens hat das mit schlechten Nachrichten zu tun. Sie haben sich irgendwann entschieden, keine Golf spielenden Chirurgen zu werden. Vielmehr sind sie es, die diesen auf die Finger schauen. Wenn es in einem Krankenhaus zu Kunstfehlern kommt, dann liegt es am Pathologen, diese aufzudecken. Logisch also, dass Fuhrmanns Abteilung nicht unbedingt zu den beliebtesten gehört. Und doch ist der Pathologe nicht wegzudenken. Die Obduktion ist nur ein kleiner, wenngleich sehr spannender Teilbereich seiner Tätigkeit. In erster Linie analysiert er Gewebeproben - und vergleicht ein Krebsgeschwür schon einmal mit einem psychedelischen Bild aus den 60er Jahren. Und zum Tod hat er sowieso ein anderes Verhältnis als die bekannten "Götter in Weiß".

Schwarzer Humor, verquere Ansichten zum Leben und ein verschrobenes Privatleben beschreiben also einen Arzt, wie ihn die Fernsehwelt selten sieht, der aber dem Österreicher aus der Seele spricht. Sein Leben dreht sich um gescheiterte Beziehungen, problematische Verhältnisse zu den Kollegen, betriebliche Intrigen und seltsame Menschen, die sich in die Niederungen der Pathologie verirren. Anlässe für Geschichten gibt es genug. Man kennt sie aus Krankenhausserien. Aber hier werden sie gänzlich anders erzählt. Das liegt einerseits am trockenen Hader-Humor, der diesem Zweiteiler seinen Stempel aufdrückt. Andererseits soll ein sehr realistisches Bild dieses Berufs gezeigt werden. Pathologen leben für die kleinen Details, sie haben auch meist bessere Augen als andere. Im sozialen Leben fehlt ihnen aber oft der Blick fürs Wesentliche.

"Aufschneider", Teil 1
13. April, 20.15 Uhr, ORF 1

Prof. Dr. Fuhrmann, verschrobener Leiter der Pathologie eines kleinen Spitals, engagiert einen neuen Assistenten. Winkler, ein stiller, fast schüchterner Arzt, möchte sich in der Pathologie den Kontakt mit Patienten ersparen. Fuhrmanns Tochter Feli wiederum möchte sich den neuen Lover ihrer Mutter ersparen und zieht kurz entschlossen zu ihrem Vater. Wer daran zweifelt, dass das länger gut gehen kann, wird Recht behalten. Aus zwei Gründen: Erstens, der neue Lover von Karin Fuhrmann ist ausgerechnet Primar Dr. Böck, Prof. Fuhrmanns bevorzugtes Hassobjekt. Zweitens hat Feli recht bald ein Auge auf den neuen Mitarbeiter in der Pathologie geworfen, was ihr Vater nur schwer verkraftet.

"Aufschneider", Teil 2
16. April, 20.15 Uhr, ORF 1

Fuhrmanns Kollegin Dr. Wehninger hat, um eine Obduktion zu verhindern, ihren verstorbenen Vater aus der Pathologie zu sich nach Hause entführt. Nur mit großer Mühe gelingt es Fuhrmann sie zur Umkehr zu bewegen. Doch es ist gar nicht so leicht, mit einem Toten unerkannt ins Spital zu kommen. Fuhrmann selbst bleibt ansonsten ja stur auf Konfrontationskurs, insbesondere was Dr. Böck angeht -umso mehr als herauskommt, dass Böck und Fuhrmanns Exfrau ein gemeinsames Kind erwarten. Schwierigkeiten ungeahnter Art bekommt Assistent Dr. Winkler, als er einem schwunghaften Handel der Prosekturgehilfen und der Bestatterin mit Hornhäuten verstorbener Patienten auf die Schliche kommt. Dieses Geschäft wollen sie sich nicht kampflos vermiesen lassen.

Mit Josef Hader (Fuhrmann), Oliver Baier (Dr. Böck), Ursula Strauss (Karin Fuhrmann), Pia Hierzegger (Dr. Wehninger), Tanja Raunig (Feli Fuhrmann), Manuel Rubey (Winkler), Georg Friedrich (Moritz), Raimund Wallisch (Max), Meret Becker (Bestattungsunternehmerin), Simon Schwarz (Dir. Hollender), Murali Perumal (Indischer Taxifahrer), Josef Kukla (Vater Wehninger) u. v. a.
Buch: David Schalko und Josef Hader
Regie: David Schalko

"Aufschneider" ist eine Koproduktion von ORF und ARTE, hergestellt von Superfilm.

 

 
2 x 90 Minuten

Eine Produktion der Superfilm im Auftrag des ORF

Drehbuch:
Josef Hader, David Schalko

Regie: David Schalko

Drehzeit:
20. April bis Ende Juni 2009

Drehorte:
Wien und Niederösterreich

ORF-Sendetermine:
Dienstag, dem 13., und Freitag, dem 16. April 2010
jeweils um 20.15 Uhr


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